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Sutil: "Im Regen ist alles möglich"

05. Juli 2008 - 22:19 Uhr

Adrian Sutil im Interview über das Qualifying in Silverstone, seine Hoffnung auf Regen und die Vorfreude auf den Hockenheimring

Adrian Sutil
Adrian Sutil wünscht sich für morgen natürlich ein Regenrennen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Adrian, ist das Qualifying nach deinen Vorstellungen verlaufen?"
Adrian Sutil: "In etwa, ja. Das ist das, was ich erwartet habe. Es war gar nicht so schlecht und wir haben uns seit Magny-Cours gesteigert. Auf das nächste Team vor uns, Honda, fehlen uns nur ein bis zwei Zehntelsekunden. Das ist okay. Wir hatten ein bisschen Probleme mit den Reifen, Graining genauer gesagt, wodurch wir Untersteuern hatten. Die Bedingungen waren eben nicht perfekt und das war gerade für die weichen Reifen nicht optimal. Von den Rundenzeiten her sind die beiden Reifenmischungen aber nicht weit auseinander."

Frage: "Es könnte morgen regnen. Wenn wir an Monaco denken, muss das etwas sein, worauf du dich freust, nicht wahr?"
Sutil: "Ja, das wäre besser, klar. Allerdings ist es hier anders als in Monaco, denn wegen der schnellen Kurven braucht man selbst im Regen Downforce. In einem Regenrennen gibt es aber immer mehr Unfälle, von denen wir profitieren können. Giancarlo (Fisichella; Anm. d. Red.) und ich sind gut im Regen, daher wäre das nicht schlecht für uns. Man muss sich nur Fuji im Vorjahr in Erinnerung rufen: Wenn es so stark regnet, dann ist alles möglich, denn wir haben dort unsere ersten Punkte geholt. Vielleicht ist das auch morgen möglich."

Frage: "Das nächste Rennen findet in Hockenheim statt. Wie wichtig ist das für dich, auch für dein Image?"
Sutil: "Es ist einfach nett, dort zu sein - speziell in Hockenheim, denn ich mag die Strecke und ihr Layout sehr. Und natürlich werden viele deutsche Fans kommen. Wir haben davor noch einen dreitägigen Test in Hockenheim, wo wir das Auto weiter verbessern wollen."

Frage: "An welchen Tagen wirst du testen?"
Sutil: "Am Dienstag und Mittwoch."

Frage: "Kitzelst du vor heimischem Publikum ein, zwei Zehntelsekunden extra aus dem Auto heraus?"
Sutil: "Ich denke schon, ja. Ich mag die Strecke wirklich sehr und war mit allen Autos, mit denen ich dort gefahren bin, sehr schnell. Es hat immer Spaß gemacht. Das deutsche Publikum bedeutet schon einen Extraschub. Ich freue mich auf das Rennwochenende."

Frage: "Es gibt fünf deutsche Fahrer, die alle so ein bisschen versuchen, das Loch zu stopfen, das Michael Schumacher hinterlassen hat. Ist das etwas, was dir bewusst ist?"
Sutil: "Es ist natürlich immer nett, in Deutschland oder sogar weltweit ein Star zu sein. Jeder versucht, seine Leistung zu verbessern und der Beste in der Formel 1 zu werden. Es ist ganz normal: Wenn du Erfolg hast, hast du auch die Fans auf deiner Seite. So läuft das halt."

Frage: "Wie sieht es bei dir eigentlich für nächstes Jahr aus?"
Sutil: "Dafür ist es noch zu früh. Im Moment ist es ruhig. Ich denke, das wird bei den nächsten Rennen losgehen."

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