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Rosberg übt Kritik am Williams-Kommandostand

20. Juli 2008 - 17:21 Uhr

Weil man sich während der Safety-Car-Phase eine Chance entgehen hat lassen, ist Nico Rosberg ein bisschen sauer auf sein Williams-Team

Nico Rosberg und Kimi Räikkönen
Rad an Rad mit Kimi Räikkönen: Für Nico Rosberg wäre mehr drin gewesen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/Premiere) - Nelson Piquet hätte heute in Hockenheim mit seiner Einstoppstrategie wegen der Safety-Car-Phase beinahe gewonnen - und auch Nico Rosberg hätte bei seinem Heim-Grand-Prix zur großen Sensation werden können! Dann nämlich, wenn ihn sein Williams-Team im kleinen Zeitfenster zwischen dem Unfall von Timo Glock und der Safety-Car-Phase an die Box geholt hätte.

Sobald das Safety-Car auf die Strecke geht, wird die Boxengasse bekanntlich geschlossen, aber Rosberg hätte davor noch reinkommen und alle ausstechen können: "Bevor das Safety-Car rauskam, war die Box noch offen. Ich bin gerade in dem Moment an der Box vorbeigefahren und hätte reinkommen können. Das hätte uns weitergebracht. Piquet hatte dadurch einen Riesenvorteil, aber naja", meinte der Williams-Pilot achselzuckend.

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"Ich wäre sicher weiter vorne gewesen", entgegnete er auf die Frage, ob unter Umständen ein Podium möglich gewesen wäre. Verurteilen wollte er seine Jungs am Kommandostand aber nicht: "Ich weiß nicht, ob es möglich war oder nicht. Das muss ich mit dem Team diskutieren." Tatsache ist: Rosberg lag zum Zeitpunkt des Glock-Unfalls deutlich vor Nelson Piquet Jr. und hätte das Rennen sogar gewinnen können, wenn sein Team rechtzeitig reagiert hätte!

Rein vom Speed her sah er freilich über weite Strecken nicht allzu gut aus: "Ich hatte einen schlechten Start, weil die Kupplung nicht gebissen hat, und dann hing ich ein bisschen fest. Das war schon nicht super, weil ich einen Platz verloren habe. Dann habe ich mich bis zum letzten Stint recht wohl gefühlt, aber mit den harten Reifen hatte ich gar keinen Grip mehr", so Rosberg, der sich trotzdem nicht unzufrieden zeigte: "Der zehnte Platz ist von P13 okay."

Natürlich hätte der 23-Jährige bei seinem Heim-Grand-Prix auf ein besseres Resultat gehofft ("Wenn man ohne Punkte nach Hause geht, ist es nicht gerade schön"), aber der Blick in die Zukunft ist optimistischer als noch vor ein paar Wochen: "Ich glaube, es kommen noch ein paar Rennen, die uns sehr entgegenkommen. Valencia zum Beispiel, Singapur - diese Straßenkurse. Vielleicht auch Ungarn."

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