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Piquet: "Vielleicht dauert es doch länger"

04. Juli 2008 - 13:28 Uhr

Der Renault-Pilot über seinen schwierigen Formel-1-Beginn, seine Arbeitsweise und das, was er im Moment in der Formel 1 am dringendsten benötigt

Nelson Piquet Jr.
Nelson Piquet Jr. vertraut auf seine Anpassungsfähigkeiten
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Vorschusslorbeeren, die Nelson Piquet Jr. vor der Saison erhalten hatten, waren recht schnell aufgebraucht. Es dauerte nicht lang, bis die Kritik unüberhörbar wurde. Seine Leistungen waren im Vergleich zum Teamkollegen Fernando Alonso nicht berauschend, erste Gerüchte keimten, dass Renault Ersatz für den Brasilianer suche.

In Magny-Cours aber platzte der Knoten, mit Rang sieben konnte Piquet die ersten Punkte seiner Formel-1-Karriere holen. "Eine kleine Hürde habe ich übersprungen", erklärte er gegenüber 'autosport.com'. "Ich glaube aber, dass es noch viel zu tun gibt." Um die Kritiker nicht erneut zu füttern, müsse er nun weiter so agieren wie in Frankreich.

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"Ich hatte ein gutes Rennen, machte nur einen dummen Fehler, als ich aus der Box kam und den Knopf für den Leerlauf traf", erklärte er weiter. "Ansonsten lief das Wochenende recht gut." Und das soll auch in Silverstone so sein, zumal er die Piste gut kennt. "Ja, das sollte ein gutes Wochenende werden."

Der Druck vor der Saison und während der ersten Rennen sei jedoch kein Problem gewesen. "Ich übe selbst so viel Druck auf mich aus, seit ich mit dem Rennsport begann, dass ich daran sehr gut gewöhnt bin", fuhr er fort. Auch die Erwartungen an ihn seien nicht überzogen gewesen. "Einige Fahrer fühlen sich beim ersten Start wohler, kommen schneller zurecht. Ich hatte das Gefühl, dass ich da auch immer sehr schnell bin - aber vielleicht dauert es doch länger."

Schon in der GP2 und der Britischen Formel 3 sei er in den jeweils zweiten Jahren weitaus besser gewesen. "Mit der Zeit werde ich mich entwickeln", sagte Piquet voraus. Immerhin hänge ihm auch noch das Dasein als Renault-Testfahrer nach. "Da bin ich im gesamten Jahr nur zehn Tage lang gefahren. Viel ist das nicht."

Seitens Renault sei der Druck jedoch nicht übermäßig - dank der Erfahrung aus dem Vorjahr. "Da übten sie auf Heikki (Kovalainen) zu viel Druck aus und das beeinflusste ihn ein wenig", erklärte er. "In diesem Jahr machen sie das nicht nochmal. Dabei bat ich einige sogar, mich unter Druck zu setzen, denn ich hatte das zuvor nicht und bei den wenigen Malen mochte ich es sogar."

Was er jedoch brauche, sei Zeit. "Ich möchte das Auto etwas besser spüren, würde lieber mehr fahren, als nach einer kurzen Fahrt schon meine Eindrücke zu schildern", erklärte er. Dann würde er auch seine Stärke über eine schnelle Runde wiederfinden. "In der Formel 1 hat jeder kleine Fehler große Auswirkungen. Ich habe noch Mühe damit, gewöhne mich aber langsam daran."

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