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Monaghan: RB4 auf allen Kursen gut

03. Juli 2008 - 15:47 Uhr

Red-Bull-Chefingenieur Paul Monaghan zieht Zwischenbilanz: Von den Kinderkrankheiten bis zur jetzigen Aufgabe, schneller zu werden

David Coulthard und Paul Monaghan
Red-Bull Pilot und -Chefingenieur: David Coulthard und Paul Monaghan
© Red Bull

(Motorsport-Total.com) - Platz vier in der Konstrukteurswertung, sieben Mal in Folge in die Punkte gefahren und ein zuverlässiger RB4 - nach dieser positiven ersten Saisonhälfte zieht Red-Bull-Chefingenieur Paul Monaghan eine entsprechende Zwischenbilanz. Wichtigster Maßstab für die Beurteilung der Performance des eigenen Boliden sei immer die Leistung der Gegner, sagte Monaghan, als er den Verlauf der ersten Saisonhälfte bilanzierte.

"Zu Beginn der Saison waren beide Piloten mit manchen Aspekten des Auto zufrieden und von anderen Bereichen weniger beeindruckt", erklärte der Chefingenieur. "Von der Pace her waren mit unsere schärfsten Gegnern gleichauf. Deshalb war es recht ermutigend, dass wir keine größeren Mängel gesehen haben und das Auto zuverlässig war. Wir konnten viele Kilometer am Stück abspulen und so unser Entwicklungsprogramm vorantreiben. In der ersten Saisonhälfte war unser Auto oft im Qualifying und im Rennen stark - deshalb könnte man sagen, dass wir insgesamt recht zufrieden sind."

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Verpatzter Saisonauftakt

Die Probleme beim Saisonauftakt in Melbourne, wo unter anderem bei Mark Webber die Bremsscheibe geplatzt ist und im Rennen beide Piloten nach Unfällen ausschieden, hätten Red Bull auch bei den nächsten Rennen noch ein bisschen zurückgeworfen. "Aber wir haben das überwunden", so Monaghan. "Natürlich war nie unser Plan, im ersten Rennen einen riesigen Unfall zu haben! Aber nachdem wir das behoben hatten, hatten wir von da ab in allen Situationen volles Vertrauen in das Auto."

"Unsere offensichtlichste Schwäche ist, dass wir noch nicht die Pace des schnellsten Autos haben!"
Paul Monaghan

Kein Auto sei perfekt und "in manchen Bereichen besteht noch deutlicher Entwicklungsbedarf", fuhr der Chefingenieur fort. "Unsere beiden Piloten sprachen da den Bereich Traktion an, vielleicht haben sie mehr erwartet, als das Auto bieten konnte. Ein anderer Kritikpunkt war die mangelnde Balance. Wir versucht, durch eine konstantere Performance schnellere Rundenzeiten fahren zu können. Das ist uns recht gut gelungen. Unsere offensichtlichste Schwäche ist, dass wir noch nicht die Pace des schnellsten Autos haben! Aber wir nähern uns diesem Ziel."

Auch mit den Reifen klappt's

Mark Webber RB4
Am RB4 wurden immer wieder kleinere Änderungen vorgenommen
© xpb.cc

Auch das Zusammenspiel zwischen dem Auto und den Reifen funktioniere inzwischen gut, berichtete Monaghan weiter: "Wir haben in diesem Bereich in Bahrain einen großen Schritt nach vorn gemacht und uns seitdem von Rennen zu Rennen weiter gesteigert." Als Beispiel nannte er das Rennen in Kanada: "Dort waren wir in Sachen Reifen sehr gut aufgestellt. Das war recht überraschend, denn wir hatten nicht die Probleme, mit denen andere Teams in diesem Bereich zu kämpfen hatten."

In der ersten Saisonhälfte habe es mal größere und mal kleinere Upgrades am RB4 gegeben: "In Barcelona haben wir einen großen Schritt gemacht, aber wir haben die ganze Zeit über immer wieder kleinere Änderungen am Auto vorgenommen. Damit haben wir uns nach vorn bewegt und sind nicht still gestanden."

Ziele für die nächsten Rennen

"Uns geht es jetzt darum, bessere Rundenzeiten zu fahren."
Paul Monaghan

Auch für die zweite Saisonhälfte seien Upgrades geplant, berichtete Monaghan: "Uns geht es jetzt darum, bessere Rundenzeiten zu fahren. Das Auto ist recht gut ausbalanciert, deshalb müssen wir nun die anderen Baustellen angehen und daran arbeiten, um unsere Rundenzeiten zu verbessern. Wir müssen immer noch an diesem Auto weiterentwickeln, auch wenn wir jetzt schon die Jahreszeit haben, in der viel Konzentration dem nächstjährigen Auto gilt."

Was die zweite Saisonhälfte angeht, möchte sich Monaghan nicht auf Strecken festlegen, die dem RB4 besonders gut liegen könnten: "Man kann das Auto so hinbekommen, dass es auf den meisten Kursen konkurrenzfähig ist. Das haben wir in der ersten Saisonhälfte gesehen. Wir haben in fast allen Rennen gepunktet - warum sollten wir das nicht in der zweiten Saisonhälfte fortsetzen? Nur weiter oben in den Ergebnislisten und mit mehr Punkten..."

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