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KERS: Probleme auch bei BMW

18. Juli 2008 - 12:32 Uhr

Das BMW Sauber F1 Team hat diese Woche den ersten KERS-Test hinter sich gebracht - nicht ganz ohne Probleme, wie man hört...

Marko Asmer
Marko Asmer absolvierte den ersten Test mit dem KER-System von BMW
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Als zweiter Formel-1-Rennstall nach Honda hat das BMW Sauber F1 Team diese Woche ein KER-System auf der Strecke getestet. Im Rahmen der vor einem Rennen erlaubten 50 Kilometer fuhr Marko Asmer am Dienstag im französischen Miramas, um erste Erfahrungswerte mit der Hybridtechnologie für die Königsklasse zu sammeln.

"Es war ein Shakedown", bestätigte Technikchef Willy Rampf gegenüber 'autosport.com' - und er beschrieb die Jungfernfahrt als "sehr positiv". Auch BMW Motorsport Direktor Mario Theissen antwortete auf die Frage, ob Probleme aufgetreten seien: "Nein, nichts Ernsthaftes." Vor allem sei es um einen Funktionstest gegangen, außerdem auch um die Evaluierung potenzieller Risiken durch das neue System.

Probleme bei Red Bull und BMW

Denn KERS ist zwar eine gute Sache, speziell auch wegen der angedachten Beweihräucherung der Serienproduktion mit Formel-1-Know-how, aber die Risiken sind im Moment noch recht groß. Bei Red Bull gab es diese Woche in Milton Keynes wegen einer KERS-Batterie ein kleines Feuer und auch der Testlauf des BMW Sauber F1 Teams soll in Wahrheit nicht ganz so reibungslos abgelaufen sein, wie man nach außen hin behauptet.

Selbst Honda hatte beim ersten Test Schwierigkeiten mit KERS. Die ersten richtigen Probefahrten damit plant das BMW Sauber F1 Team ab kommender Woche - Christian Klien wird am Dienstag ein viertägiges Testprogramm in Angriff nehmen, schreiben die Kollegen von 'auto motor und sport'. BMW baut dafür ein aktuelles Chassis des Typs F1.08 marginal um - speziell in Sachen Verkleidung, denn KERS braucht eben Platz.

Risikopotenziale noch nicht erforscht

Das Heikle an der neuen Technologie ist, dass die Risikopotenziale noch nicht erforscht sind. So hat 'Motorsport-Total.com' von einem Formel-1-Teamchef erfahren, dass die KERS-Einheit bei einem schweren Unfall kaputt gehen könnte - eine große Gefahr, weil das Kohlefaserchassis Strom leitet und die helfenden Streckenposten theoretisch einen Stromschlag abbekommen könnten. Insofern denkt man darüber nach, KERS gesichert unter dem Benzintank zu positionieren.

Das Argument, das man immer wieder hört, ist, dass der Benzintank früher einmal auch gefährlich war, inzwischen aber fast perfekt abgesichert ist und keine Feuergefahr mehr besteht. Nur: Bis es soweit war, haben einige Fahrer in Benzinfeuern ihr Leben gelassen. Umso mehr ist es nun Aufgabe der Teams, die Risiken von KERS genau zu erforschen, denn niemand will ein System, das auf Kosten der Sicherheit geht...

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