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Heidfeld: "Können KERS sicher machen"

26. Juli 2008 - 14:05 Uhr

Während viele Piloten der neuen Formel-1-Technologie KERS noch skeptisch gegenüber stehen, bleibt Nick Heidfeld gelassen

Nick Heidfeld
Nick Heidfeld ist bezüglich der Entwicklung von KERS zuversichtlich
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Energie-Rückgewinnunsgsysteme (KERS) spielten in den ursprünglichen Überlegung der Initiatoren um FIA-Chef Max Mosley gleich eine dreifache Rolle: Die Formel 1 soll als Technologie-Vorreiter auftreten, der Sport ein umweltbewusstes Image bekommen und in den Rennen neue Spannung entstehen. Von elektrischer Spannung war niemals die Rede. Ein großer Schreck ging durchs Fahrerlager bei den Testfahrten am vergangenen Dienstag in Jerez, als ein Mechaniker vom BMW Sauber F1 Team durch einen Stromschlag niedergestreckt wurde.

Die deutsch-schweizerische Mannschaft hatte sich auf den ersten öffentlichen Test von KERS eingelassen und dabei verloren. Nach nur drei gefahrenen Runden stellte man den Betrieb nach dem Zwischenfall bis zum Ende des Tages ein, der betroffene Mitarbeiter erlebte die folgende Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus. Der Stromschlag war zugleich Wasser auf die Mühlen der Kritiker, wie auch eine Warnung an die Formel-1-Technikabteilungen: So leicht ist das Biest KERS nicht zu zähmen.

Während sich die Red-Bull-Piloten Mark Webber und David Coulthard skeptisch über die neue Technologie äußerten und anmahnten, die Einführung bereits zum ersten Rennen der Saison 2009 könne zu früh kommen, hat Nick Heidfeld nur wenig Vorbehalte. "Unser KERS ist sehr neu. Ich glaube, wir waren die ersten, die es auf der Strecke getestet haben", meinte der Mönchengladbacher gegenüber 'autosport.com'. "Alle wissen, was passiert ist und alle hatten alles probiert, um es vorab sicher zu gestalten. Aber wenn du neue Technologien einführst, dann kann so etwas passieren."

Die Kritik von den beiden Berufsgenossen Webber und Coulthard kam nicht von ungefähr, denn in der Red-Bull-Fabrik hatte es bei Versuchen mit KERS ein Feuer gegeben. Ein ganzer Trakt musste evakuiert werden, auch der australische Stammfahrer wurde in Sicherheit gebracht. Heidfeld lässt das kalt: "Ich bin zuversichtlich, dass man es für die Zukunft sicher gestalten kann. Wir wissen doch von Straßenfahrzeugen, dass man es sicher bauen kann, also werden wir das auch erreichen."

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