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Head und die alten Zeiten

04. Juli 2008 - 16:04 Uhr

Williams-Teilhaber Patrick Head über die guten alten Zeiten, die Strecke in Silverstone und die Personalexplosion in der Formel 1

Patrick Head (Teammitbesitzer)
Williams-Teilhaber Patrick Head über die guten alten Zeiten in Silverstone
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Wie beinahe keine zweite Formel-1-Rennstrecke ist der Traditionskurs in Silverstone mit der Geschichte des Williams-Teams verknüpft. Hier feierte der Rennstall mit Clay Regazzoni 1979 den Premierensieg in der Formel 1, 17 Jahre später fuhr Jacques Villeneuve den 100. Jubiläumserfolg ein. Seither durfte die Truppe allerdings nur noch 13 Mal so richtig kräftig jubeln, die ganz großen Erfolge blieben aus. Am Rande des Silverstone-Rennes blickte Patrick Head zurück auf die Formel-1-Karriere des Teams.

Auch die Verlagerung des britischen Grand Prix von Silverstone nach Donington war ein Thema für den Williams-Techniker, der trotz der Erfolge Silverstone nicht mehr sonderlich schätzt: "Es ist eigentlich sehr unfair, das zu sagen", erklärte Head im 'Independent", aber er könne diese Frage einfach nicht bejahen. "Wir haben die Strecke einmal als unser Indianapolis betrachtet, allerdings hat sich der Kurs von seinen großen Tagen verabschiedet."

"Abgesehen von Copse wurden viele der Kurven sehr verlangsamt und es ist jetzt eine komplett andere Strecke", meinte der Brite, dem das Gesicht des Kurses nicht mehr gefällt: "Ich finde es großartig, wenn es Unterschiede zwischen den Pisten gibt. In Silverstone standen beispielsweise die Motorhomes alle auf einem Grünstreifen, das war wie ein Dorf. Jetzt ist es so, wie überall auch."

Analog zur Rennstrecke in Silverstone hat sich auch das Erscheinungsbild des Williams-Teams über die Jahre stark verändert. Head blickt zurück auf die ersten Gehversuche in der Formel 1: "In unserem ersten Jahr waren wir acht Personen, im zweiten 18 und an unserem ersten Grand-Prix-Sieg waren 24 Leute beteiligt", berichtete der ehemalige technische Direktor des Rennstalls.

"Heute sind bei uns 540 oder eine andere lächerliche Zahl an Personen angestellt", schilderte Head die gegenwärtige Lage. "Das ist also nur von der Management-Seite her eine größere Herausforderung. Ross Brawn hat mir erzählt, dass sie 750 Leute in Brackley haben und weitere einhundert in Japan. Wir sind also im Vergleich zu unseren Konkurrenzen eine eher kleine Truppe."

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