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Haug: "Es kommt auf viel Abtrieb an"

26. Juli 2008 - 08:54 Uhr

McLaren-Mercedes-Sportchef Norbert Haug spricht im Teaminterview über seine Erwartungen an das Ungarn-Rennen und die dortigen Herausforderungen

Norbert Haug
Norbert Haug rechnet fest mit einem starken McLaren-Mercedes in Ungarn
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Mit zwei sensationellen Siegen im Gepäck reist McLaren-Mercedes nach Budapest. Sowohl in Silverstone als auch in Hockenheim fuhr Lewis Hamilton der Konkurrenz davon und eroberte außerdem noch die Führung in der Weltmeisterschaft zurück. Für den Grand Prix in Ungarn haben sich die Silberpfeile daher nichts anderes vorgenommen, als dort weiterzumachen, wo sie auf dem Hockenheimring aufgehört haben und peilen eine erneut starke Leistung an - denn der Hungaroring ähnelt Monte Carlo.

Frage: "Vor zwei Wochen sagten sie, Silverstone und Hockenheim seien so genannte Motorenstrecken und die würden McLaren-Mercedes liegen. Was sind ihre Erwartungen für den kurvenreichen Hungaroring?"
Norbert Haug: "Die Strecke in Budapest hat eine ganz andere Charakteristik als jene der vorangegangenen Grand Prix in Silverstone und auf dem Hockenheimring. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 200 Kilometern pro Stunde wird auf dem Hungaroring nach Monaco der zweitniedrigste Schnitt gefahren."

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Die Startposition ist in Ungarn das A und O

"In Monaco haben wir gewonnen. In Ungarn schafften wir vier Siege bei den letzten zehn Rennen, zuletzt siegte Lewis vor einem Jahr. Wir standen vier Mal in Ungarn auf der Pole-Position - davon ebenfalls zuletzt mit Lewis 2007 - und fuhren vier schnellste Rennrunden."

Norbert Haug
Großer Moment: Norbert Haug feiert den Sieg von Lewis Hamilton in Hockenheim
© xpb.cc

Frage: "Worauf kommt es in Ungarn vor allem an?"
Haug: "Da man auf dem Hungaroring außer in Kurve eins so gut wie nicht überholen kann, ist eine gute Startposition noch wichtiger als auf anderen Strecken. Spektakuläre Überholmanöver, wie sie Lewis Hamilton auf seinem Weg zum Sieg in Hockenheim gegen Felipe Massa und Nelson Piquet Jr. gezeigt hat, werden wir auf dem Hungaroring wohl kaum zu sehen bekommen."

"Beim Setup kommt es auf viel Abtrieb an, denn damit kommt man am schnellsten durch die vielen Kurven, die den größten Teil der Strecke ausmachen. Das ist auf dem Hungaroring wichtiger als hoher Topspeed. Das Rennen gehört fast immer zu den heißesten, was die Temperaturen anbelangt. Fahrzeug, Kühlung, Reifen, Motor und natürlich die Fahrer sind oft extremen Belastungen ausgesetzt."

Kühlung und Abtrieb stehen im Vordergrund

Frage: "Welche Faktoren beeinflussen die Strategie für den Grand Prix von Ungarn?"
Haug: "Die Aufgabenstellung in Ungarn ist ähnlich wie in Monaco: Wir brauchen eine effiziente Kühlung und viel Abtrieb, haben es aber zusätzlich mit hohem Reifenverschleiß zu tun. Fahrzeuggewicht und damit der Tankinhalt haben hier einen größeren Einfluss auf die Rundenzeit als bei den vergangenen Rennen."

Frage: "Wie schätzen Sie Ihre Konkurrenz ein, nachdem McLaren-Mercedes in Hockenheim klar dominant war?"
Haug: "Wir haben keinen Grund, einen Spaziergang zu erwarten."

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