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Glock optimistisch ins Amphitheater der Formel 1

31. Juli 2008 - 09:27 Uhr

Vom Streik der Airliner unbeeindruckt, wegen der Charakteristik des Hungarorings optimistisch: Timo Glock vor dem Ungarn-Grand-Prix

Timo Glock
Glock blickt dem Rennen am kommenden Wochenende optimistisch entgegen
© xpb.cc

(MST/Speed-Academy.de) - Toyota hat schnell reagiert. Wegen des Streiks einer deutschen Fluggesellschaft mit deutscher CI haben die Kölner die Anreisepläne für Timo Glock zum Grand Prix von Ungarn geändert: "Die haben umgebucht", sagte Glock vor der Abreise am Mittwochabend.

Ab Donnerstag beginnt für den Odenwälder der Arbeitsalltag auf dem Hungaroring vor den Toren von Budapest. "Es wird sehr heiß werden. Und die Strecke ist enger als alle anderen. Deswegen muss man mit viel mehr Abtrieb fahren", schildert Glock. "Beides kann unserem Auto entgegenkommen: In diesem Jahr hatten wir immer Vorteile, wenn es wärmer wurde. Das hat damit zu tun, wie schnell man die Reifen auf Betriebstemperatur bringt und wie konstant sich das Auto über die Distanz verhält. Beides war bei uns bei heißen Bedingungen immer sehr gut. Und dass die Strecke generell eher langsam ist, kommt uns auch entgegen. Man braucht nirgendwo wirklich hohe Topspeeds, sondern vielmehr ein gutes Auto in den Kurven und bei Richtungswechseln."

Weil der Hungaroring nur selten genutzt wird, ist die Strecke am Freitag traditionell mit viel Pusztastaub überzuckert. Sie bietet dann nur wenig Grip. Aber je mehr auf ihr gefahren wird, desto mehr wird der Staub weggefegt und durch Gummiabrieb ersetzt. Die Strecke kriegt dann ein ganz neues Gesicht. Toyota war in den vergangenen Jahren sehr gut darin, solche wechselhaften Pistenverhältnisse richtig zu lesen und nicht schon anhand der ersten, noch griparmen Eindrücke große Veränderungen an der Abstimmung vorzunehmen, die sich im Nachhinein wegen der Streckenentwicklung als zu radikal erwiesen.

Glock reist denn auch mit einer gewissen Portion Optimismus an die Strecke, die in einem kleinen Talkessel liegt und daher bei voll besetzten Naturtribünen aussieht wie ein großes Amphitheater der modernen Formel 1. "Es kann durchaus sein, dass wir in Budapest im Vergleich zu den anderen Teams in unserem hart umkämpften Mittelfeld besser dastehen als sonst", avisiert er. "Aber genau kann man das erst sagen, wenn man die ersten Zeiten sieht. Dennnoch kann ich nicht einschätzen, wie die anderen sich auf Ungarn vorbereiten konnten und wo die mit ihren jeweiligen Neuentwicklungen stehen. Uns kommt die Strecke und das Wetter auf jeden Fall entgegen, und mein Ziel bleibt dasselbe: in die Top 10 der Qualifikation zu kommen und von dort aus im Rennen Punkte zu holen."

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