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Formel 1 2009 nicht langsamer als jetzt?

20. Juli 2008 - 12:50 Uhr

Obwohl die Aerodynamik stark beschnitten wird, könnte die Formel 1 2009 laut Mario Theissen genauso schnell bleiben wie 2008

Williams-Windkanal
Trotz Beschneidung der Aerodynamik könnte die F1 gleich schnell bleiben
© Williams

(Motorsport-Total.com) - Die Overtaking-Working-Group hat für 2009 ein neues Aerodynamikreglement ausgearbeitet, durch das der Anpressdruck der Formel 1 um 50 Prozent verringert werden soll. Doch nachdem Red-Bull-Designer Adrian Newey gegenüber 'Motorsport-Total.com' bestätigt hat, dass diese Beschneidung eine Illusion ist, scheinen die Teams ihre Prognosen korrigiert zu haben.

Zwar rechnet man im Fahrerlager nicht damit, dass das Defizit schon 2009 wieder aufgeholt werden kann, aber die Auswirkungen sind wohl geringer als zunächst angenommen: "Wenn wir mit 20 Prozent weniger an den Start gehen würden, würde ich mich sehr freuen. Ich glaube, es ist mehr. Ich erwarte es nicht bei 50, aber größer 20 Prozent", erklärte BMW Motorsport Direktor Mario Theissen gestern in Hockenheim.

Das bedeutet, dass die Königsklasse unterm Strich nicht einmal zwingend langsamer werden muss, denn die Einführung der Slicks anstelle der aktuellen Rillenreifen könnte die aerodynamischen Regeländerungen kompensieren: "Der Anteil der Aerodynamik ist in etwa gleich groß wie der Anteil der Slicks", bestätigte Theissen.

Und dann ist da ja auch noch das KER-System, über das Bremsabwärme in PS-Leistung umgewandelt werden soll. KERS wird sich genau wie die Slicks positiv auf die Rundenzeiten auswirken. Bei BMW sieht man KERS jedoch nicht als entscheidenden Faktor: "KERS bringt ein, zwei Zehntel, wenn wir gut sind. Wenn wir schlecht sind, ist es null - oder wir verlieren sogar ein, zwei Zehntel. Das macht das Kraut nicht fett", so Theissen.

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