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Coulthard ganz authentisch: "It is what it is"

09. Juli 2008 - 16:37 Uhr

David Coulthard gilt als einer der authentischsten Formel-1-Fahrer der Gegenwart, weshalb er sich nie auf PR-Berater einlassen wollte

David Coulthard
Viele Formel-1-Fans werden ihn ab 2009 vermissen: David Coulthard
© GEPA

(Motorsport-Total.com) - 13 Grands Prix gewonnen, einmal Vizeweltmeister, längstdienender McLaren-Fahrer aller Zeiten - und mit 37 offener und entspannter denn je zuvor: David Coulthard wird der Formel 1 fehlen. Dass er zur aussterbenden Gattung der Charakterköpfe in der Königsklasse gehört, ist jedem klar, der seine Autobiografie "It is what it is" gelesen hat.

In dieser schildert er auf herzerfrischende Weise seine Anfänge im Motorsport, vor allem aber erklärt er darin auch, warum er bei McLaren-Mercedes immer das Gefühl hatte, nur die Nummer zwei der Herzen zu sein. Während etwa Michael Schumachers letzte Biografie, die von Starfotograf Michel Comte bebildert wurde, den Eindruck der totalen PR-Perfektion erweckt, kommt "DC" wesentlich authentischer rüber. "It is what it is" eben.

"Ich bin nicht Teil einer PR-Maschinerie", philosophierte er auf eine Frage von 'Motorsport-Total.com'. "Die einzigen Betreuer, die ich für die Medien und so weiter habe, sind die des Teams. Ich hatte nie eigene Presseagenten oder dergleichen, weil ich kein Interesse daran habe. Wenn ich die Rennstrecke verlasse, dann will ich nicht mehr im Rampenlicht stehen. In der Minute, in der ich den Rennoverall ablege, will ich einfach mein normales Leben leben und bestimmte Dinge tun."

Allerdings kann der Schotte durchaus nachvollziehen, dass sich sein langjähriger Konkurrent Schumacher wegen seiner ungeheuren Popularität eine andere Strategie aneignen musste: "Michael ist ein sehr erfolgreicher Fahrer. Das erfordert ein Management, denn ich hatte nie so viel Erfolg wie er", gab Coulthard offen zu. Schumacher hatte und hat bekanntlich Willi Weber als Manager und Sabine Kehm als seine Medienbetreuerin an Bord.

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