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Brawn nach überraschendem Podium happy
Honda-Teamchef Ross Brawn freut sich über den dritten Platz von Rubens Barrichello, weiß aber, dass der Regengott mitgeholfen hat
(Motorsport-Total.com) - Rubens Barrichello im Regen, das ist alle Jahre wieder ein Naturereignis: Unvergessen sein Meisterstück in Hockenheim 2000, als er vom 18. Platz aus gewann und seinen ersten Grand-Prix-Sieg einfuhr - und heute legte der Brasilianer mit Rang drei in Silverstone ein weiteres Gustostückerl nach. Es war sein erstes Podium seit dem Skandalrennen von Indianapolis 2005.
Maßgeblich für diese Überraschung verantwortlich war Honda-Teamchef Ross Brawn, denn als es nach Rennhalbzeit stark zu schütten begann, waren die Weiß-Grünen aus Brackley das einzige Team, das seinen beiden Fahrern Full-Wets verpasste. Eine goldrichtige Entscheidung: Zwar flog Jenson Button ab, aber Barrichello spielte seine Routine und Klasse auf nasser Strecke voll aus und arbeitete sich bis auf Platz drei nach vorne.
"Ich denke, das ist gut für das Team", erklärte Brawn - übrigens im Gegensatz zum Rest seiner Truppe erstaunlich gelassen - nach der Zieldurchfahrt. "Wir sind vom Material her noch nicht da, wo wir sein wollen, aber wir haben heute einen guten Job gemacht. Wir hatten eine gute Strategie und Rubens ist außerordentlich gut gefahren. Für das Team ist dieses Ergebnis einfach großartig. Das gibt uns natürlich noch mehr Zuversicht für die Zukunft."
Dem Briten ist aber wohl bewusst, dass ein solches Resultat unter normalen Umständen nie und nimmer möglich gewesen wäre: "Ohne den Regen wären wir sicherlich nicht in dieser Position gewesen", gestand Brawn, der im gleichen Atemzug seinen Mitarbeitern ein Kompliment aussprach: "Das Team hat einfach hervorragende Arbeit geleistet. Es sind wirklich viele, die ihren Beitrag geleistet haben, und alle haben klasse gearbeitet."
Übrigens lag Barrichello nach seinem zweiten Boxenstopp schon an zweiter Stelle, doch weil er nicht genug Benzin an Bord hatte, um bis zum Schluss durchzufahren, musste er noch einmal hereinkommen. Angesichts der wieder abtrocknenden Strecke wurden ihm diesmal Intermediates mit auf den Weg gegeben - und in der Folge konnte der Altstar zwar Nick Heidfeld nicht mehr angreifen, aber zumindest Platz drei locker ins Ziel bringen.











