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Brawn hofft auf Ferrari-Nein zu Alonso

03. Juli 2008 - 19:13 Uhr

Weil Honda nur dann eine Chance auf Fernando Alonso hat, wenn der Spanier bei Ferrari abblitzt, hofft Ross Brawn auf ein Nein aus Maranello

Ross Brawn
Honda-Teamchef Ross Brawn würde Fernando Alonso mit Handkuss nehmen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Wenn ein Fahrer wie Fernando Alonso ankündigt, dass er für die kommende Saison seine Optionen auf dem Transfermarkt sondieren möchte, dann ist es nur logisch, dass sich mehrere Teams für ihn interessieren. Daher macht man sich nun sogar bei Honda kleine Hoffnungen auf eine Verpflichtung des zweifachen Weltmeisters.

"Wir sind recht zufrieden mit unseren Fahrern, aber wir interessieren uns dafür, was Fernando macht", erklärte Honda-Teamchef Ross Brawn gegenüber 'Reuters'. "Er ist ein großartiger Fahrer und ein Weltmeister. Wenn er sich dagegen entscheidet, bei Renault zu bleiben, dann wird sich jedes Team dafür interessieren, was er macht. Aber mehr steckt nicht dahinter." Zumindest im Moment, denn Alonsos Pläne sind noch vage.


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Welche Optionen hat Alonso?

Fest steht aber: Der 26-Jährige verspürt angesichts der bescheidenen Renault-Form im Moment wenig Lust, seinen Vertrag bei den Franzosen einzuhalten, und eine Rückkehr zu McLaren-Mercedes erscheint nach dem menschlichen Fiasko von 2007 ausgeschlossen. Das Interesse vom BMW Sauber F1 Team soll sich Quellen zufolge in Grenzen halten und bei Ferrari hat Kimi Räikkönen Vertrag bis Ende 2009 und Felipe Massa sogar bis Ende 2010.

"Wenn er in ein Topteam will", so Brawn, "dann wird er sich Ferrari anschauen. Felipe hat einen Vertrag bis Ende 2010 und macht einen guten Job, also sehe ich keinen Grund, warum sich daran etwas ändern sollte. Und wenn Kimi nicht eines Tages aufwacht und feststellt, dass er aufhören will, dann wird auch er bleiben. Insofern könnte sich daraus schon eine Situation entwickeln, aber es ist jetzt noch viel zu früh, das zu sagen."

Der Brite sieht daher eine Außenseiterchance für ein derzeit weniger erfolgreiches Team wie Honda: "Wenn er nicht bei Ferrari unterkommt, dann muss er auf ein Pferd setzen und für die nächsten paar Jahre dort sitzen bleiben." Denn nur für ein Übergangsjahr würde Honda nicht zur Verfügung stehen. Bei einem längerfristigen Engagement könnte sich hingegen Gerüchten zufolge sogar das spanische Mineralölunternehmen Repsol als neuer Hauptsponsor einstellen.

Bekanntgabe im Sommer

Brawn will seine Fahrer "später in diesem Sommer" bekannt geben, wobei Jenson Button als gesetzt gilt. Anders verhält es sich bei Altstar Rubens Barrichello, dessen rennfahrerische Uhr unaufhaltsam tickt. Doch selbst wenn die Alonso-Option platzen und sich auch sonst kein Kandidat als Barrichello-Nachfolger aufdrängen sollte, wäre Honda damit zufrieden, mit den beiden aktuellen Piloten weiterzumachen.

Eines spricht auf dem Transfermarkt für die Japaner: "Unser Vorteil ist, dass wir nicht um die Weltmeisterschaft kämpfen. Wenn das der Fall ist, muss man nämlich Ressourcen in diesen WM-Kampf investieren. Die zwei oder drei Topteams müssen also ihre Ressourcen zwischen dieser Saison und dem nächsten Jahr mehr aufteilen, als wir es machen müssen", übte sich Brawn abschließend in Eigenwerbung.

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