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Ecclestones Säbel rasseln immer lauter

16. Juni 2008 - 10:20 Uhr

Bernie Ecclestone spricht nun doch über die Möglichkeit einer Piratenserie und ist besorgt wegen Max Mosley und den jüdischen Formel-1-Investoren

Ron Dennis, Bernie Ecclestone und John Howett
Bernie Ecclestone und die Teams: Eine Piratenserie ist nicht ausgeschlossen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Wie 'Motorsport-Total.com' berichtet hat, fanden am Rande des Rennwochenendes in Montréal zwei Meetings zwischen Bernie Ecclestone und den Teamchefs statt, bei denen unter anderem auch das Thema einer Piratenserie gestreift wurde. Doch was zunächst noch alle halbherzig dementiert haben, wird nun verwendet, um den Druck auf die FIA weiter zu erhöhen.

Ecclestone und die Teams wünschen sich bekanntlich ein neues Concorde-Agreement mit Beteiligung der FIA, doch FIA-Präsident Max Mosley ziert sich, seine Zustimmung zu geben, weil er Angst hat, dass sein Automobilweltverband auf diese Weise Kontrolle verlieren könnte. Ecclestone wiederum steht seitens seiner Holdinggesellschaft CVC unter Druck, denn CVC will eine stabile Formel 1 mit vertraglich gebundenen Teams. Dies ist ohne Concorde-Agreement nicht der Fall.

Allerdings würde davon auch die FIA profitieren: "Was die FIA nicht hat", erklärte Ecclestone der 'Times', "und was am wichtigsten für sie ist, ist eine Vereinbarung mit den Teams, die sie mit einem Concorde-Agreement haben würde. Jetzt können die Teams tun und lassen, was sie wollen. Es gibt keine Vereinbarung zwischen Teams und FIA. Es gibt nur eine kommerzielle Vereinbarung zwischen den Teams und FOM."

"Ohne Formel 1 würde die FIA in ernsthaften Problemen stecken."
Bernie Ecclestone

Der Brite weiß auch, dass seine Verhandlungsposition keine schlechte ist, denn die FIA verdient mit der Formel 1 geschätzte 35 bis 40 Millionen Euro: "Ohne Formel 1 würde die FIA in ernsthaften Problemen stecken", so Ecclestone. Und er gab eine Warnung von sich: "Im Moment sagen wir, dass wir uns nicht abspalten können, um die Sponsoren glücklich zu halten, aber es kann gut sein, dass es trotzdem passieren wird."

Sponsoren und Investoren sind ohnehin die größte Sorge des Formel-1-Promoters, nicht zuletzt wegen der Sexaffäre um Mosley: "Das, was mich nachdenklich stimmt, ist, dass die jüdische Gemeinschaft direkt oder indirekt jede Menge Geld kontrolliert, das in die Formel 1 kommt. Sie sagen daher, dass die FIA nicht von jemandem wie Max kontrolliert werden sollte, der sie repräsentiert", gab der 77-Jährige zu Protokoll.

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