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Williams trauert BMW nach

19. Mai 2008 - 10:34 Uhr

Frank Williams will zwar seinen Motorenvertrag mit Toyota verlängern, trauert aber gleichzeitig der gemeinsamen Zeit mit BMW nach

Frank Williams
Frank Williams feierte mit seinem Team 1979 in Silverstone den ersten Sieg
© Williams

(Motorsport-Total.com) - Williams liegt mit seinem FW30 und den beiden Piloten Nico Rosberg und Kazuki Nakajima im gesicherten Formel-1-Mittelfeld. Der junge Deutsche hatte der britischen Traditionsmannschaft sogar zum Saisonauftakt in Australien ein Podium bescheren können. Und dennoch: Williams hat schon bessere Zeiten erlebt. Insgesamt feierte man neun Weltmeisterschaften, der letzte liegt aber bereits elf Jahre zurück - 1997 holte Jacques Villeneuve den Titel.

Im Jahr 2003 hatte Williams letztmals echte Chancen auf die Meisterschaft, den letzten Sieg feierte man 2004 - mit dem damaligen Motorenpartner BMW. Die Trennung ein Jahr später bedeutete für Williams den Rückfall ins triste Mittelfeld. Teamchef Frank Williams bedauert rückblickend die Trennung vom deutschen Automobilhersteller. "Ja, ich glaube schon", antwortete er auf eine entsprechende Frage des Magazins 'F1 Racing'.

Der Brite gab zu, dass man in der Beziehung zwischen seinem Team und dem damaligen Motorenpartner einige Fehler gemacht habe. "Als sie unser Partner waren, war es ein hartes Stück Arbeit. Aber sie sind eine tolle Marke und haben uns immer mit erstklassigen Triebwerken versorgt. Das Verhältnis wäre wohl deutlich besser gewesen, wenn wir untereinander etwas vorsichtiger kommuniziert hätten", gab Williams zu. Das Lob für den Ex-Partner ist gleichzeitig ein kleiner Seitenhieb in Richtung Toyota.

Dabei hatte der Teamchef erst vor wenigen Tagen deutlich gemacht, dass man mit den Toyota-Motoren bestens zufrieden sei und sich eine langfristige Zusammenarbeit wünsche. Williams muss vorsichtig sein, denn als eines der wenigen verbliebenen Privatteams in der Formel 1 ist die Mannschaft auf die Belieferung mit Triebwerken angewiesen. "Ich bleibe in der Formel 1, solange ich einen Motor in das Heck meines Autos bekomme. Alles andere kontrollieren wir selbst. Aber man schaut immer nach einem guten Motorenpartner."

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