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Webber: "Rhythmus ist alles"

22. Mai 2008 - 17:19 Uhr

Red-Bull-Pilot Mark Webber beschreibt seine Herangehensweise für eine schnelle Runde in Monaco: "Es geht in Fleisch und Blut über"

Mark Webber
Mark Webber fähr hoch konzentriert auf den Millimeter genau über den Kerb
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Monaco ist eine der großen Herausforderungen für die Piloten in der Formel 1. Während viele neue Strecken in jeder Kurve großzügige Auslaufzonen haben und somit Fehler jederzeit verziehen werden, liegt in Monaco die Wahrheit haargenau zwischen den Leitplanken - kein Stück links und kein Stück rechts daneben. Red-Bull-Pilot Mark Webber beschrieb die besondere Aufgabe, eine schnelle Runde in Monaco zu bewältigen.

"Als Formel-1-Pilot bist du nur dann zufrieden, wenn du alles aus deinem Auto herausgeholt hast", erklärte Webber in seiner Kolumne bei der 'BBC'. "Wir nutzen in jeder Kurve jeden Millimeter am Ausgang. Das Auto muss am Limit sein, damit du ganz schnell wieder heraus kommst. Es geht nur darum, einen Rhythmus zu finden, in welchem man dann konstant schnelle Runden hinlegen kann."

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"Wenn du einen guten Rhythmus gefunden hast, dann geht das in Fleisch und Blut über. Man konzentriert sich zu 100 Prozent auf den nächsten Streckenabschnitt. Wenn du dann dort ankommst, lenkst du ein, ziehst wieder raus, es geht bumm, bumm, bumm...", beschrieb der Australier den Tunnelblick, den man als Pilot gerade in Monaco sicherlich erleben kann.

"Es läuft irgendwann alles automatisch ab. Es ist einfach ein fantastisches Gefühl, wenn du mal in einem solchen Rhythmus bist. Alle Formel-1-Pilot sind talentiert, aber die richtigen Größen haben ein unglaubliches Gefühl für dafür, was sie mit dem Auto am Limit machen müssen. Michael Schumacher hatte einige Unfälle und Zwischenfälle auf seiner Suche nach dem Limit, aber er hat das Limit eben auch viel öfter gefunden als andere Weltmeister. Deswegen hat er die meisten Titel geholt."

Die Kunst des Fahrens bestehe nicht im wilden Drift und sonstigem Spektakel, so Webber weiter: "Man kann das nicht sehen, aber es sind ganz wichtige ein bis zwei Prozent, die den Unterschied ausmachen." Das gelte für alle Strecken im Kalender, so der Red-Bull-Pilot weiter. Allerdings sei das Ausloten des Limits selten so wichtig wie in Monaco. Dort im Fürstentum bewege man sich die ganze Zeit an der Grenze. "Von Donnerstag bis Sonntag ist das ein ganz besonderer Ort mit einem fantastischen Renn-Spektakel."

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