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Thema Kundenautos: Bewegung nach Super-Aguri-Aus
 
von Fabian Hust 09. Mai 2008 - 11:47 Uhr
 
Nach dem Rückzug des japanischen Rennstalls kommt in das leidige Thema "Kundenautos" in den kommenden Wochen wohl wieder Bewegung
 
Colin Kolles (Teamchef)
Colin Kolles hofft nach wie vor auf eine außergerichtliche Einigung
Zoom © xpb.cc
(Motorsport-Total.com) - Nach dem Rückzug des Super Aguri F1 Teams hat Colin Kolles eine Sorge weniger. Der Teamchef von Force India war gegen den japanischen Rennstall und das Team Toro Rosso vor Gericht gezogen, um in Bezug auf Kundenautos endlich Klarheit zu schaffen.

Der Deutsche vertritt die Meinung, dass laut dem aktuellen Reglement jedes Team sein Auto selbst bauen muss und es nicht möglich ist, über Drittfirmen ein Auto zu kaufen, so wie es die beiden angesprochenen Teams getan haben. Damit hätten die Teams auch kein Anrecht auf Punkte.



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Natürlich geht es wie immer um das liebe Geld, denn schließlich befürchtet Kolles, dass er als kleiner Rennstall, der Millionen in die Entwicklung des eigenen Autos steckt, gegen Teams verliert, die von Top-Rennställen konkurrenzfähigeres Material erhalten. Vergangenes Jahr holten die betreffenden Autos acht WM-Punkte, Kolles' Team nur einen.

In den vergangenen Monaten war es den Parteien nicht gelungen, außergerichtlich eine Lösung zu finden, mit der alle Teams leben können. Nach dem Rückzug von Super Aguri geht Kolles davon aus, dass es nun einfacher möglich sein wird, eine Lösung zu finden: "Es ist leichter, mit einer Person zu verhandeln als mit zwei", so der 40-Jährige gegenüber 'autosport.com'.

 
"Ich denke, dass nun jeder weiß und versteht, was das Problem ist."
Colin Kolles
Ein Gericht beschäftigt sich bereits mit dem Fall, doch Kolles wäre es nach wie vor lieber, würde man auf direktem Wege eine Lösung finden und müsse damit keine Richter beschäftigen. Unabhängig davon ist der Manager optimistisch, dass man das Verfahren gewinnen würde: "Ich denke, dass nun jeder weiß und versteht, was das Problem ist, und was passiert."

Man wisse zwar nie, was vor Gericht passiert, sei aber "sehr zuversichtlich", dass man Erfolg haben wird: "Auf der anderen Seite denke ich, dass es für die Formel 1 besser ist, dass es so etwas nicht gibt, und dass wir es stoppen. Das ist immer unser Ziel."

Im Moment seien jedoch die Punkte und auch das Überleben des Teams gefährdet: "Deshalb haben wir keine andere Wahl, als zurück zu schlagen". Dies sei auch der Grund, warum man sich gezwungen sah, vor Gericht zu ziehen: "Ich denke jedoch, dass wir in den kommenden paar Wochen versuchen werden, einen Kompromiss zu finden."

 
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