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Sutil: "Ohne Teile geht es nach unten"

11. Mai 2008 - 18:47 Uhr

Adrian Sutil analysiert sein Rennen in Istanbul und erklärt, warum Force India seit Barcelona so viel an Boden verloren hat

Adrian Sutil
Adrian Sutil hatte im heutigen Rennen massive Reifenprobleme
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Adrian, 16. Platz, aber wenigstens im Ziel. Was sagst du zu deinem Rennen heute?"
Adrian Sutil: "Es war wie immer ein Chaos am Start - wir erleben das ja jedes Mal da hinten. Diesmal war es mein Teamkollege, der kräftig jemanden abgeräumt hat, aber das kann passieren - es kann jeden erwischen! In Kurve fünf hat mir leider ein Toro Rosso (Sebastian Vettel; Anm. d. Red.) die Tür zugeschmissen und meinen Frontflügel beschädigt. Den habe ich gewechselt, weil eh Safety-Car war. Also habe ich nichts verloren. Als es losging, hatte ich große Probleme mit den Reifen, denn ich bekam sie absolut nicht auf Temperatur."

Frage: "Nirgends oder nur durch Kurve acht?"
Sutil: "Kurve acht war okay. Man fährt rein und allmählich baut sich der Grip auf, aber danach auch gleich wieder ab - wie es ja auch am Freitag schon ein bisschen war. Damit hatte ich extreme Probleme. Der Mittelstint war ein bisschen besser, weil ich da frei fahren konnte, denn sobald ich blaue Flaggen hatte und jemanden vorbeilassen musste, ging die Reifentemperatur jedes Mal in den Keller. Wir sind am Analysieren, ob vielleicht der weiche Reifen besser gewesen wäre, aber man ist sich nicht sicher. Wir haben gedacht, es wäre das Beste, aber es war kein großartiges Rennen."

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Schlechtes Wochenende

"Beide Autos hatten große Probleme."
Adrian Sutil

Frage: "Wie sehr freut es dich, dass du vor Sebastian Vettel ins Ziel gekommen bist?"
Sutil: "Es ist immer gut, dass man einen hinter sich lässt, aber dieses Rennwochenende waren wir absolut hinterher. Beide Autos hatten große Probleme. Jetzt hoffen wir einfach, dass wir es in Monaco besser hinbekommen. Wir müssen uns verbessern, denn wir haben von der Aerodynamik keine Updates und merken das sofort. Seit Barcelona haben wir deshalb wirklich verloren."

Frage: "Wie wichtig war es für dich, mal wieder eine komplette Renndistanz zu fahren?"
Sutil: "Sehr wichtig, das war auch mein Hauptziel. Eigentlich war das Rennen okay, auch wenn die Balance nicht okay war, denn wir hatten Untersteuern. Mit dem Auto war ich nicht zufrieden. Aber die Rundenzeiten waren okay, aber insgesamt waren wir an diesem Wochenende viel zu langsam."

Frage: "Ihr habt im Prinzip das gleiche Auto wie vergangenes Jahr. Hat sich die Konkurrenz in den vergangenen zwölf Monaten so sehr gesteigert?"
Sutil: "Ja, die haben sich schon verbessert. In Australien, Malaysia und Bahrain haben wir immer neue Teile gebracht, dadurch konnten wir die Performance halten, aber seitdem wir keine Teile mehr haben, geht es nach unten. Die Werksteams haben jedes Rennen neue Verbesserungen am Auto. Wenn man da nicht mithält, hat man einfach keine Chance."

Einige neue Teile für Monaco

"Wir kriegen ein paar Kleinigkeiten, aber ich bezweifle, dass das genug ist."
Adrian Sutil

Frage: "Bekommt ihr denn bald mal wieder was Neues?"
Sutil: "Wir kriegen ein paar Kleinigkeiten, aber ich bezweifle, dass das genug ist. Natürlich sind wir alle am Pushen und wir hoffen, dass wir irgendwas Großes finden. Im Windkanal wird hart gearbeitet, aber ab Mitte des Jahres ist dann auch die Konzentration auf 2009 wichtiger."

Frage: "Das nächste Rennen ist Monaco. Was erwartest du dort?"
Sutil: "An Monaco habe ich gute Erinnerungen. Ich freue mich drauf, denn das ist eine Strecke, auf der alles möglich ist. Sie ist sehr eng und es ist nicht so wichtig, dass man so viel Downforce hat. Natürlich fahren alle maximale Downforce, aber im Rennen voriges Jahr hat man gesehen, dass dort einfach mehr möglich ist. Wir werden auf jeden Fall wieder angreifen."

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