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Stuck: "Heidfeld muss sich jetzt sputen"

25. Mai 2008 - 13:43 Uhr

Die Szene rätselt, warum Nick nicht mehr "quick" ist - Hans-Joachim Stuck sieht sogar die Karriere des Deutschen in Gefahr

Hans-Joachim Stuck
Hans-Joachim Stuck befürchtet einen Karriere-Knick bei Nick Heidfeld
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Erfolglos, ratlos und bitter enttäuscht: Nick Heidfeld wirkte in Monte Carlo völlig desillusioniert. Achselzuckend beantwortete der 31-Jährige nach dem verkorksten Auftritt die Fragen nach dem Warum. Weltmeister will der BMW Sauber F1 Team Pilot aus Mönchengladbach werden, doch nun muss er plötzlich um seine Zukunft in der Formel 1 bangen.

"Wenn er den Platz bei BMW Sauber verliert, sind seine Chancen, Weltmeister zu werden, gleich Null. Wer will ihn dann noch nehmen?", sagte der BMW Kenner und heutige VW-Repräsentant Hans-Joachim Stuck dem 'sid'. "Strietzel" ist sicher, dass sich die Münchner bereits nach Alternativen umsehen.

Den vorläufigen Tiefpunkt hatte Heidfeld im Qualifying in Monte Carlo erlebt: Nur der 13. Platz, das Aus nach dem zweiten Durchgang, erstmals seit einer Serie von 28 Qualifyings, seit Hockenheim 2006, nicht in den Top 10, erstmals seit Suzuka 2006 gingen zudem nicht beide BMW Sauber in den dritten Qualifying-Durchgang.

Und zu allem Überfluss zeigte ihm Teamrivale Robert Kubica einmal mehr, wie man den F1.08 schnell um die Kurven wirft. Die Qualifying-Bilanz Heidfelds ist verheerend: 5, 5, 6, 9, 9 und 13 lauteten die Platzierungen, 2, 4, 1, 4, 5 und 5 die des 24 Jahre alten Kubica - 0:6 aus Sicht des Routiniers, der in 138 Anläufen noch nie ein Rennen in der "Königsklasse gewinnen" konnte. Durch einen Getriebewechsel bei Red-Bull-Pilot David Coulthard rutschte Heidfeld noch auf Startplatz zwölf vor. Ein schwacher Trost. BMW-Sauber rätselt: Was ist mit Heidfeld los?

Für Stuck jedenfalls droht Heidfelds Karrieretraum zu platzen. Vom angestrebten ersten Sieg ist er derzeit noch weiter entfernt als von Kubica, vom WM-Titel ganz zu schweigen. Und das Team braucht im kommenden Jahr zwei Fahrer, die titelfähig sind. "Er hat das Team nach vorne gebracht, aber er muss sich jetzt sputen", sagte Stuck. Heidfeld weiß das. Und auch wenn Theissen betont, sein Fahrer sei unter Druck am stärksten, so wirkt Heidfeld zurzeit doch stark angeschlagen.

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