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Red Bull: Renault ist das Ziel

07. Mai 2008 - 17:54 Uhr

Red Bull will in Istanbul den Abstand zum Mittelfeld-Konkurrenten Renault verkürzen - Adrian Newey: "Die haben einen großen Schritt gemacht"

Mark Webber
Mark Webber fuhr in den vergangenen drei Rennen konstant in die Punkte
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Im Mittelfeld der Formel 1 tobt zurzeit ein Verdrängungswettbewerb wie man ihn selten gesehen hat. Gleich fünf Teams lagen bei den ersten drei Rennen der Saison auf Augenhöhe, nur Renault schaffte es zuletzt in Spanien offenbar, sich einen leichten Vorsprung zu erarbeiten. Red Bull profitierte allerdings vom Motorschaden am Auto von Fernando Alonso, Mark Webber konnte einen feinen fünften Platz herausfahren.

"Wir sind mit dem Saisonstart schon ganz gut zufrieden", sagte Red-Bull-Chefdesigner Adrian Newey. "Bei allen Rennen war das Mittelfeld extrem eng beieinander und wir sind mittendrin in der Gruppe mit Renault, Williams, Toyota und Honda. Aber es ist so eng, dass sobald ein Team eine gute Entwicklung macht, man selber sofort zurückfällt. Wir wollen aus dieser Lage herauskommen, aber das wollen die anderen natürlich auch."

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Die Jagd auf Renault

Renault ist nun das Ziel für Red Bull. "Sie haben offensichtlich einen großen Schritt gemacht. Aber was soll ich sagen? Wir wollen natürlich versuchen, sie wieder einzuholen", definierte der Startechniker in kurzen Worten die Marschrichtung für die kommenden Tage und Wochen. "Wir hatten einige Neuteile in Spanien und die schienen okay zu sein. Jetzt kommen ganz normale weitere Schritte, hauptsächlich Aerodynamikteile. Ich mag nicht sagen, wann was kommt, mal abgesehen von den üblichen Kanada-Flügeln und so."

Red-Bull-Chefingenieur Fabrice Lom sieht Red Bull in einer starken Position. "Wir haben unsere Position in der Meisterschaft mit den vier Punkten von Mark gestärkt und in der aktuellen Situation, wo der Wettbewerb so eng ist, ist jeder Punkt wichtig. Wir haben gute Fortschritte gemacht, augenscheinlich sogar bessere als Toyota und Williams. Die sind unsere direkten Konkurrenten. Das ist also ganz ermutigend für den Rest der Saison."

Angst vor dem Staub

Beim kommenden Grand Prix in der Türkei will man an die gute Leistung aus Spanien anknüpfen. Vor allem auf Motorenseite müsse man am Bosporus allerdings etwas vorsichtig sein, mahnte Lom: "Die Strecke in der Türkei ist relativ hart für die Maschinen, weil der Vollgasanteil recht hoch ist. Aber der noch wichtigere Faktor ist der feine Staub, der dort beim Grand Prix charakteristisch ist. Man kann diesem Staub schlecht filtern, es droht immer der Motor zu verschmutzen."

"Das ist immer ein Faktor, auf den man aufpassen muss, vor allem zu Beginn des Wochenendes", erklärte der Chefingenieur. Beim Rennen in Istanbul wird David Coulthard mit dem Barcelona-Triebwerk fahren müssen, während Webber einen neuen Motor verwenden darf. "Das hat Vor- und Nachteile. Das folgende Rennen ist aber in Monaco, wo der Motor nicht so leiden wird. Von daher ist es wohl eher ein Vorteil, hier mit einem neuen Triebwerk antreten zu dürfen. Wir haben keine Angst vor dem Rennen in der Türkei. Es ist ein interessanter Kurs für die Fahrer und für die Ingenieure. Wir freuen uns darauf."