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Klien: Käsespätzle im Orient

07. Mai 2008 - 14:42 Uhr

Christian Klien beschreibt aus seiner Sicht Bemerkenswertes zum Türkei-Grand-Prix: "Kebap ist nicht drin"

Christian Klien
Christian Klien beschreibt die besonderen Herausforderungen in Istanbul
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Christian Klien ist als Testfahrer im BMW Sauber F1 Team nicht nur für die Weiterentwicklung des Autos zuständig, sondern der Österreicher sorgt auch immer wieder für gute Stimmung in der Mannschaft. Mit humorvollem Blick schaut der 25-Jährige voraus auf den kommenden Grand Prix in der Türkei. So werden viele Mitglieder des Formel-1-Zirkus am Wochenende regelmäßig zwischen den Kontinenten wechseln, da die Hotels in Istanbul-City in Europa liegen, die Strecke aber auf dem asiatischen Teil des Landes.

"Das Rennen in der Türkei ist mittlerweile ein Fixpunkt im Kalender. Uns Piloten lacht das Herz, denn Istanbul Park ist die mit Abstand beste und aufregendste der neuen Rennstrecken von Hermann Tilke. Es geht bergauf, bergab, es gibt blinde Einlenkpunkte und eine unglaubliche Kurve, Turn acht", beschrieb Klien die Vorzüge des Kurses, den er leider als Testpilot am Wochenende nicht aus dem Formel-1-Cockpit erleben darf.

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"Speziell bei exotischen Schauplätzen geben unsere Physiotherapeuten besonders Acht, was auf den Teller kommt. Ein schnelles Kebap am Abend ist da leider beim besten Willen nicht drin. Im BMW Sauber F1 Team arbeitet meist Josef Leberer unseren Menüplan aus. Er hat sich früher schon um mein Jugendidol Ayrton Senna gekümmert. Jo weiß ganz genau, welche Bedürfnisse welcher Pilot hat. Und so essen Nick Heidfeld, Robert Kubica und ich eigentlich immer drei Mahlzeiten direkt an der Strecke: Fisch, Gemüse, Reis oder Pasta."

"Das ganze wird passenderweise zubereitet von unserem Vorarlberger Caterer Joschi Walch. Da fehlt es uns an nichts. Und damit keiner das Training am Klo verbringen muss, werden viele Zutaten gleich von daheim mitgenommen. Auch für die Getränke haben die Physios genaue Rezepte. Beim Rennen führen wir 0,8 Liter isotonische Drinks mit, eisgekühlt. Wenn es extrem heiß ist, hast du nämlich sonst um drei Uhr 'tea time'."

"Beim Grand Prix verbrennen wir bis zu 1.500 kCal und verlieren 2,3 kg an Gewicht. Daheim essen und trinken wir dann eigenverantwortlich. Denn mehrmals im Jahr müssen wir zum Fitnesscheck. Und beim
Laktattest am Ergometer findet Jo ohnehin raus, wer gegessen hat wie ein Weltmeister", so der Testfahrer im BMW Sauber F1 Team. Vor allem an der Schlüsselstelle des Kurses sei nicht nur Rennfahrerherz, sondern auch Muskelkraft gefragt: "Kurve acht ist einzigartig in der Formel 1. Sie hat gleich drei Scheitelpunkte. Du fährt sie mit 250 km/h und sie nimmt anscheinend kein Ende. Über acht Sekunden hängst du da mit bis zu 4,5 G Seitenbelastung drin. Am Ende des Rennens kann kaum einer noch den Kopf gerade halten."