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Jones: "Webber wird Grand Prix gewinnen"

03. Mai 2008 - 10:52 Uhr

Der australische Ex-Formel-1-Weltmeister Alan Jones glaubt fest an die Siegfähigkeit seines Landmannes Mark Webber

Alan Jones
Alan Jones spricht seinem Landsmann Mark Webber Mut zu
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Als Mark Webber im Jahr 2002 die Formel-1-Bühne betrat und sofort bei seinem ersten Auftritt vor heimischer Kulisse in Melbourne mit dem schwachen Minardi in die Punkte fuhr, war für viele Fachleute klar: da kommt ein zukünftiger Grand-Prix-Sieger. Ganz so einfach war es dann aber nicht, wie die vergangenen Jahr bewiesen haben. Als beste Platzierung kam Webber auf Rang drei mit dem Williams 2005 in Monaco.

Vier Mal war Webber ganz nah am Erfolg, doch bei jedem Rennen, wo er Führungsrunden sammelte, fiel er bisher aus - immer. "Ich glaube, Mark Webber wird einen Grand Prix gewinnen, weil er die Fähigkeiten dazu hat", sagte Ex-Formel-1-Weltmeister Alan Jones über seinen Landsmann gegenüber der Agentur 'Reuters'. Der Red-Bull-Pilot müsse einfach nur einmal Glück haben, "auch wenn es etwas blöd ist, so etwas zu sagen."

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Pechvögel passen nicht in die Formel-1-Voliere

"Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass Bernie Ecclestone irgendwann einmal auf einen Fahrer angesprochen wurde und es hieß: 'Pass auf, du musst ihm eine Chance geben. Er ist ein verdammt schneller Kerl, aber er hat eben Pech.' Daraufhin drehte sich Bernie nur um und erwiderte: 'Okay, aber wer braucht einen Piloten, der Pech hat?'", erzählte Jones schmunzelnd.

Mark Webber
Kann Mark Webber in 2008 endlich seinen ersten Grand-Prix-Sieg feiern?
© GEPA

Als Glückspilz konnte man Webber in den vergangenen Jahren tatsächlich nicht bezeichnen. Die Szenen aus Fuji im vergangenen Jahr, als er im Regen auf Rang zwei liegend hinter dem Saftey Car plötzlich von Sebastian Vettel aus dem Rennen geschossen wurde, ist Sinnbild für das Pech, das dem Australier oftmals anheftete.

Mit Beginn der Saison 2008 könnte sich das Blatt jedoch gewendet haben. Während Teamkollege David Coulthard immer wieder durch Kollisionen ausschied, sammelte Webber fleißig Punkte. "Sie bekommen auch die nötige Zuverlässigkeit ins Red-Bull-Team und Marks fünfter Platz in Spanien hat gezeigt, dass er definitiv den Speed hat. Er ist im Qualifying immer weit vorne und wenn er jetzt häufiger durchkommt, sehe ich keinen Grund, warum er nicht ein Rennen gewinnen sollte", machte Jones seinem Landsmann Mut.

Red Bull und Williams auf dem Weg an die Spitze?

"Ich denke, Red Bull bekommt die Teile nach und nach beisammen. Sie werden zuverlässiger, sie werden sicherlich auch schneller und dann muss man mal sehen", so der Weltmeister von 1980, der nur zu gern auch sein Ex-Team Williams wieder vorne sehen würde. "Ich sage das schon seit Jahren, aber endlich sieht man es auch, dass sie wieder voran kommen. Das Team ist einfach zu gut, als dass man es einfach verkaufen könnte."

"Die werden stark zurückkommen. Williams hat die Ressourcen, die nötige Technologie und die passenden Leute für den Job, also werden sie es sicher schaffen", so Jones, der bei dem Williams-Machern Patrick Head und Frank Williams immer noch höchstes Ansehen genießt. Der 61-Jährige ist mittlerweile Teamchef der australischen A1GP-Mannschaft, auch wenn sein Herz zu allererst noch für die Formel 1 schlägt. "Aber A1 ist meine Nummer zwei und gibt mir die Möglichkeit, im Motorsport aktiv zu bleiben, ohne dass ich meinen Hintern in das Auto zwängen muss."

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