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Hamilton: "Ich bin nicht Superman"

07. Mai 2008 - 11:25 Uhr

Lewis Hamilton wehrt sich heftig gegen die Attacken seiner Kritiker: "Jeder macht Fehler" - Weltmeistertitel nach wie vor im Visier

Lewis Hamilton
Lewis Hamilton steht in seiner zweiten Formel-1-Saison heftig in der Kritik
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton ist im Jahr 2008 in unruhigem Fahrwasser. Beim Saisonstart in Australien war der junge Brite im McLaren-Mercedes voll auf der Höhe, anschließend ging es hinab in teils tiefe Wellentäler. Und schon brandete ihm heftige Kritik entgegen. Unter Druck mache er viele Fehler, er komme nicht ohne Traktionskontrolle klar, seine Leistungen seien schwächer als im Vorjahr, hieß es. Tatsache: Hamilton liegt in der Fahrerwertung zwar mit 20 Punkten auf Rang zwei, im Vorjahr hatte er als Neuling zum gleichen Zeitpunkt aber bereits 30 Zähler auf dem Konto.

"Manche Leute haben meine Einsatzbereitschaft und meine Fähigkeit zu Fahren in Frage gestellt", sagte Hamilton der Zeitung 'The Sun'. Der Youngster wehrte sich: "Ich bin nicht Superman, aber ich bin davon überzeugt, dass ich die Weltmeisterschaft gewinnen kann. Jeder macht Fehler. Ich bin sicher, auch Nelson Mandela macht im Alter von 90 Jahren noch Fehler. So ist das Leben eben."

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Vor allem im Bahrain-Rennen, als Hamilton den Start verbockte und sich bei der anschließenden Aufholjagd hemdsärmlig durchs Feld arbeiten wollte, gab der 23-Jährige seinen Kritikern jede Menge Munition. "Was die Leute über meine Leistungen erzählen, interessiert mich nicht wirklich. Für mich ist nur wichtig, dass ich immer das Beste aus meinen Möglichkeiten mache. Das habe ich in Bahrain nicht geschafft und das ärgert mich."

Ans Aufgeben denkt der Brite noch lange nicht, denn er traut sich und seinem Team jederzeit die Rückkehr zur Stärke des Vorjahres zu. "Wenn wir alles passend zusammenbringen, dann ist unser Auto genauso stark wie jedes andere auch. Und dann kommt es wieder auf den Fahrer an, der dann die entscheidenden Zeitspäne holen muss. Ich glaube, ich kann das schaffen", gab sich Hamilton optimistisch.

"Ich habe ein einziges Rennen gehabt, wo ich Fehler gemacht habe. Urplötzlich fangen dann die Leute an, irgendwelche wilden Thesen aufzustellen", bat Hamilton um eine faire Beurteilung. Er selbst fühle sich gut in Form und auch weiterhin noch keiner Chancen beraubt. "Dass wir in Australien aus dem Stand heraus sofort wieder gewinnen konnten, hat mir gezeigt, dass sowohl das Team als auch ich selbst gut vorbereitet waren. Ich glaube nicht, dass man mich anhand eines einzelnen schlechten Rennens beurteilen kann."