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Deutsche Formel-1-Strecken kooperieren

21. Mai 2008 - 11:57 Uhr

Die "Herren der Ringe" haben sich auf ein neues Kooperationsmodell für Hockenheim und den Nürburgring geeinigt

Hockenheimring
Die beiden deutschen Formel-1-Strecken arbeiten noch enger zusammen
© Hockenheimring

(Motorsport-Total.com) - "Gemeinsam geht alles besser" - dies weiß nicht nur der deutsche Volksmund, sondern dies wissen auch die Betreiber des Nürburgrings und die des Hockenheimrings. Beide Rennstrecken spielen aufgrund ihres Formel-1-Status eine herausragende Rolle in Deutschland und bieten auch darüber hinaus nationale und internationale Top-Veranstaltungen. Durch eine enge Kooperation sollen nun die erstklassigen Events für Zuschauer noch interessanter werden.

Der erste Schritt für eine engere Zusammenarbeit wurde bereits vor zwei Jahren getan, als sich der Hockenheimring und der Nürburgring dafür entschieden, die Formel-1-Rennen alternierend im Zwei-Jahres-Rhythmus auszutragen. So konnte jeder den Status einer Formel-1-Rennstrecke behalten und trotzdem die Kosten für die Austragung senken. Nachdem 2007 der Nürburgring an der Reihe war, macht die Formel 1 in diesem Jahr wieder Station auf dem Hockenheimring. Vom 18. bis 20. Juli 2008 erwartet die Motorsport-Fans auf dem Hockenheimring nicht nur ein spannendes, sondern auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Busrundfahrten über die Strecke, Pitwalk durch die Boxengasse, Autogrammstunden mit den Rennfahrern, Formel- 1-Parties und musikalischen Live-Acts.

Doch nicht nur in der Formel 1 beschreiten die beiden Rennstrecken gemeinsame Wege, auch in der Vermarktung ihrer Motorsportveranstaltungen wird ab sofort Hand in Hand gearbeitet. Den Fans werden von beiden Seiten übergreifende Angebote offeriert. So erwartet die Besucher des 24-Stunden-Rennens oder des Superbike-Wm-Laufs auf dem Nürburgring ein besonderer Bonus. Die Hälfte des bezahlten Kartenpreises für eines der beiden Events wird beim Kauf einer Formel-1-Wochenend-Karte der Kategorien 2 bis 4 für den Großen Preis von Deutschland am Hockenheimring angerechnet.

"Mit dieser Zusammenarbeit können wir hochwertige Veranstaltungen für Besucher beider Rennstrecken noch attraktiver gestalten und die Kooperationen mit dem Hockenheimring weiter ausbauen", erklärte Nürburgring-Hauptgeschäftsführer Walter Kafitz. "Man darf nicht vergessen, dass wir als Rennstreckenbetreiber international gegen Staaten als Betreiber konkurrieren. Das geht gemeinsam einfach besser und vor allem wirtschaftlicher."

"Eine solche Kooperation war längst überfällig, zumal wir beide die gleichen Zielgruppen ansprechen, ohne jedoch im Hinblick auf die Formel 1 in direktem Wettbewerb zu stehen. Hier lassen sich perfekt Synergien nutzen und eine mehrschichtige Win-Win-Situation erreichen. So profitieren nicht nur die Grand-Prix-Strecken, sondern vor allem - und das ist uns sehr wichtig - die Fans", sagt Georg Seiler, Geschäftsführer der Hockenheim-Ring GmbH.

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