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Berger befürwortet Sparpläne

17. Mai 2008 - 15:44 Uhr

Gerhard Berger hält jede Menge von einer ordentlichen Budget-Obergrenze und will mit seinem Team bald Punkte holen

Sebastian Vettel
Soll noch für viel Freude sorgen bei Toro Rosso: Der STR3 ist endlich da
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Seitdem Sébastien Bourdais in Melbourne zwei Punkte geholt hat, war nicht mehr viel drin für die Scuderia Toro Rosso. Sebastian Vettel schied seinerseits des Öfteren bereits in der Startrunde aus, ansonsten war die Konkurrenz zumeist deutlich schneller als das Team um Gerhard Berger. In Monaco kommt erstmals der STR3 zum Einsatz, von dem sich der ehemalige Rennfahrer viel erhofft.

Zunächst müsse das Team allerdings kleinere Brötchen backen, merkte der Österreicher gegenüber 'Auto Motor und Sport' an und verwies auf das Rennen in Frankreich, wo das Team voll konkurrenzfähig sein soll: "Bis dahin kennen wir unser Auto in- und auswendig. Die nächsten zwei Rennen in Monte Carlo und Montréal sind immer ein bisschen Lotterie. Es kann gut gehen, aber auch nicht."

"Mark Webber fährt zurzeit regelmäßig zwischen Platz sechs und acht. Wenn unsere Fahrer nur knapp dahinter sind, dann haben wir wieder Hoffnung auf Punkteplätze", meinte Berger, der auch in den Regeländerungen für 2009 gegen Jahresende einen Vorteil für Toro Rosso ausmacht: "Die sind dann alle schon voll mit der Entwicklung der 2009er-Autos beschäftigt. Das heißt, dass die aktuellen Fahrzeuge auf einem bestimmten Stand stehenbleiben werden."

Der ehemalige Teamkollege von Ayrton Senna sprach sich außerdem deutlich für eine Budget-Obergrenze aus. Allerdings hält er die Vorstellungen einiger Teams über deren Höhe für vollkommen überzogen, 175 Millionen Euro seien viel zu hoch gegriffen. "Das ist doch Wahnsinn", sagte Berger. "Wo bleibt denn da der Spareffekt?"

"Wo bleibt denn da der Spareffekt?"
Gerhard Berger

"In den 175 Millionen sind weder Fahrergehälter noch Motorenkosten enthalten", strich der zehnfache Grand-Prix-Sieger heraus. "Das heißt, dass die Hersteller gar nichts sparen wollen. Ein Privatteam kann sich diese Summen nie und nimmer leisten." Ein leuchtendes Beispiel würde die Nachwuchsserie GP2 abgeben, so der 48-Jährige.

"Die GP2-Teams geben zwischen drei und fünf Millionen Euro pro Jahr aus und bieten tollen Motorsport. Muss es in der Formel 1 das Hundertfache sein? Wenn wir die Grenze bei 60 Millionen Euro einpendeln, hätten wir immer noch genügend Technik an Bord und um keinen Deut schlechtere Rennen", merkte Berger abschließend an.

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