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Aufbauarbeit bei Force India

11. Mai 2008 - 14:30 Uhr

Vijay Mallya meint es ernst mit seinem Force-India-Rennstall - Neues Motorhome soll Hingabe zur Formel 1 unterstreichen

Adrian Sutil
Ein langfristiges Projekt von Vijay Mallya: Force India
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Zwar wachsen für das ehemalige Jordan-Team die Bäume noch nicht in den Formel-1-Himmel, dennoch ist Rennstalleigner Vijay Mallya sehr zufrieden mit seiner Erwerbung und investiert munter weiter. Neuste Errungenschaft des Teams: Ein riesiges Motorhome. Die neue Behausung soll noch einmal für frischen Wind und eine Extraportion Motivation sorgen - schließlich hat man noch Großes vor.

"Ich bin sehr stolz auf das neue Motorhome, aber das stellt zusammen mit einem langsamen Auto überhaupt nichts dar", kommentierte Mallya die jüngste Anschaffung in der 'New York Times'. "Der Wagen läuft aber, das Motorhome ergänzt das Bild einfach", so der Inder, der einen ganz bestimmten Zweck damit verfolgt: "Die Message ist ganz klar: Wir sind auf und neben der Strecke richtig ernst in diesem Geschäft dabei."


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Mallya mit Vorbildfunktion

"Ich sage mir immer: In vier oder fünf Jahren muss unter 1,2 Milliarden Indern irgendwo ein Lewis Hamilton zu finden sein", sagte Mallya, der bei einem Großen Preis von Indien nur zu gerne einen Inder auf dem Podium sehen würde. "Die große Crux dabei ist halt, ihn tatsächlich zu finden, entsprechend vorzubereiten und ihm eine Chance zu geben. Und genau das werden wir tun."

Die Marschroute dafür ist klar vorgezeichnet: "Der Anführer des Teams muss den Rennstall auch führen", meinte Mallya. "Dass ich hier im gleichen Outfit wie die Jungs herumlaufe, schürt nur das Selbstvertrauen. Das zeigt meine Hingabe. Wenn ich von Anderen Engagement verlange, dann muss ich auch verdeutlichen, dass ich selbst dazu stehe."

"Vor fünf Jahren noch hat kein Inder daran geglaubt."
Vijay Mallya

"Vor fünf Jahren noch hat kein Inder daran geglaubt", berichtete der Geldgeber über die Verwirklichung seiner Motorsport-Visionen. "Jetzt gibt es ein indisches Team in der Formel-1-Weltmeisterschaft und das hat nicht nur für Aufregung und Zuschauer gesorgt, sondern auch für Stolz. Da passt einfach alles."

Der indische Geschäftsmann hat mit seinem Formel-1-Einstieg aber nicht nur Sportliches im Hinterkopf, auch die finanzielle Seite ist nicht ganz unwichtig: "Wir haben die Kingfisher-Logos so prominent auf den Wagen platziert, weil das für uns im Rahmen unserer internationalen Kampagnen einen großen Bekanntheitsschub bringt." Das soll vor allem das junge und moderne Indien ansprechen.

Force India dank Mallya im Aufwind

"Vijay hat wirklich viele Mühen auf sich genommen, die kleinsten Kleinigkeiten in diesem Geschäft zu erfahren", erläuterte Force-India-Geschäftsführer Ian Phillips und blickte zurück auf den großen Ruck, der durch das Team gegangen ist: "Wir waren einmal viereinhalb Sekunden zurück und haben uns kaum von der Stelle bewegt. Sechs Monate später haben wir uns aufgerafft und sind zu einer sehr konkurrenzfähigen Truppe geworden."

"Vijay hat wirklich viele Mühen auf sich genommen."
Ian Phillips

"Wenn man die großen Jungs schlagen will, und das auf einer regelmäßigen Basis, dann muss man mit ihnen in allen Bereichen auf Augenhöhe sein", fuhr Mike Gascoyne fort. "Das trifft nicht zuletzt auch auf das Budget zu. Aber man muss da natürlich realistisch sein. Wenn da jemand wie Vijay daherkommt und nur sein Geld ausstreut, dann kommen die Resultate nicht einfach so von alleine. Da muss man Aufbauarbeit leisten."

"Im Vorjahr sind wir als einziges Team ohne Zugkraftunterbrechungs-Getriebe gefahren, weil wir die Entwicklung eines solchen Bauteils einfach nicht finanzieren konnten", so der technische Direktor von Force India. "Jetzt testen wir viel mehr, haben diese Programme in Angriff genommen und können auch viel mehr testen."

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