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Alonso: "Wollen die Pace bestätigen"
 
08. Mai 2008 - 22:05 Uhr
 
Fernando Alonso hofft, dass Renault in Istanbul genauso stark sein wird wie in Barcelona, und analysiert seinen Start beim Heimrennen
 
Fernando Alonso
Fernando Alonso strotzt nach Startplatz zwei in Barcelona vor Zuversicht
Zoom © xpb.cc
(Motorsport-Total.com) - Frage: "Fernando, kann Renault den Aufwärtstrend von Barcelona hier fortsetzen?"
Fernando Alonso: "Das hoffe ich! Wir wussten vor Barcelona, dass wir das Auto verbessert hatten, aber Barcelona war dann trotzdem besser als erwartet. Die Pace war eine angenehme Überraschung, insofern wollen wir nicht glauben, dass es ein Ausnahmerennen war und nur die Strecke zum Auto gepasst hat."

"Wir wollen die Pace hier in der Türkei bestätigen, aber unsere Position ist immer noch nicht optimal, denn wir kämpfen weiter nur um den siebenten Platz - die drei Topteams haben einen Vorsprung. Aber wenn wir die Barcelona-Pace bestätigen könnten, dann wäre das eine tolle Leistung, denn dann sind wir nahe dran. Mit dem nächsten Schritt könnten wir dann vielleicht schon zu den Top 3 aufschließen, daher wünsche ich mir eine weitere starke Performance."

 

 
Mehr Grip durch neue Teile

 
"Wir haben mehr Grip."
Fernando Alonso
Frage: "Wie habt ihr das Auto so stark verbessert?"
Alonso: "Wir haben mehr Grip. Dadurch fahren wir mit mehr Anpressdruck, wir haben nicht so viel Wheelspin und in den Kurven ist das Auto einfacher zu fahren. Dann macht man auch weniger Fahrfehler. Wir haben noch Arbeit vor uns, um zu den Spitzenleuten aufzuschließen, aber es ist jetzt schon ein bisschen einfacher als noch vor drei Wochen."

Frage: "Ihr wart in Barcelona sehr aggressiv unterwegs. Ist das auch für hier die richtige Vorgehensweise?"
Alonso: "Wir werden sehen. Jedes Rennen erfordert eine andere Vorgehensweise, denn es hängt immer davon ab, wie schnell man am Freitag in den Longruns und im Qualifying ist. Wenn du in Q3 Probleme hast, dann macht eine aggressive Strategie keinen Sinn, weil du im Rennen draufzahlen würdest. Wenn Q2 aber gut läuft und du vielleicht um die erste Startreihe kämpfen kannst, dann macht es schon Sinn. Das variiert von Rennen zu Rennen, aber unterm Strich wird es immer ähnlich sein, denke ich. Man kann vorne starten und trotzdem Siebenter werden, man kann aber auch als Siebenter starten und gewinnen."

Frage: "Wann habt ihr euch in Barcelona auf eure Strategie festgelegt?"
Alonso: "Normalerweise haben wir zwei oder drei verschiedene Möglichkeiten parat und wir warten dann Q1 und Q2 ab. Dann entscheidet das Team anhand der Resultate. Die finale Entscheidung fällt erst nach Q2."

Frage: "Sind die Starts ein Schwachpunkt des Renault?"
Alonso: "Ja. Leider wissen wir, dass die Ferraris besser als wir starten. Wir haben nach den Rennen einige Berechnungen angestellt und dabei festgestellt, dass Ferrari das beste Auto am Start ist. Wir hatten in Barcelona zu viel Wheelspin, um ehrlich zu sein. Die ersten 30 bis 40 Meter waren okay, aber dann hatte ich zu viel Wheelspin und ich verlor meine Beschleunigung."

 
Renault-Raketenstarts sind Vergangenheit

 
"Die Ferraris sind besser weggekommen, also haben wir da Aufholbedarf."
Fernando Alonso
"Daran müssen wir arbeiten - genau wie alle Teams außer Ferrari. Im Vergleich zu Kubica, Hamilton und so weiter war mein Start nicht schlecht, aber die Ferraris sind besser weggekommen, also haben wir da Aufholbedarf."

Frage: "Ist Ferrari da gegenüber allen anderen im Vorteil?"
Alonso: "Ich glaube schon."

Frage: "Wird Kurve acht in Istanbul dieses Jahr besonders anspruchsvoll?"
Alonso: "Nicht wirklich. Es ist eine einzigartige Kurve, aber es ist keine Kurve, in der man viel Zeit gewinnt oder verliert. Sie ist nicht so wichtig. Beim Fahren ist es etwas Besonderes, denn mit den G-Kräften fühlt es sich speziell an, aber es ist nicht die einzige Passage, auf die man sich auf dieser Strecke konzentrieren muss."

Frage: "Werdet ihr hier oder in Monaco konkurrenzfähiger sein?"
Alonso: "Ich weiß es nicht. Zu prophezeien, wer in Monaco konkurrenzfähig sein wird, ist schwierig. Das ist eine spezielle Strecke und ohne elektronische Fahrhilfen wird es ein ganz anderes Rennen als in den vergangenen Jahren. Ehrlich gesagt habe ich für hier fast ein besseres Gefühl als für Monaco, weil wir in diesem Jahr mit der Traktion Probleme haben. In Monaco ist das aber einer der wichtigsten Faktoren, daher finden wir hoffentlich über ein gutes Setup Traktion. Ansonsten werden wir dort nicht konkurrenzfähig sein."

 
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