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Webber: Sport wurde in Misskredit gebracht

19. April 2008 - 15:31 Uhr

Mark Webber über den Mosley-Skandal und die Folgen, welche der Australier allerdings nicht näher kommentieren möchte

Mark Webber
Mark Webber sieht die Formel 1 durch die Mosley-Affäre in Verruf gebracht
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Als einer von nur wenigen Fahrern schildert Mark Webber seine Sicht der Dinge im Fall Max Mosley. Der Red-Bull-Pilot hält das Ansehen der Formel 1 für angekratzt und baut auf die außerordentliche Mitgliederversammlung der FIA im Juni, die über Mosleys Zukunft zu beratschlagen hat. Ungeachtet des Urteils der FIA prophezeit Webber dem Präsidenten des Automobilweltverbandes eine schwierige Zeit.

"Der aktuelle Skandal hat den Sport in Misskredit gebracht", sagte Webber gegenüber der 'BBC'. "Ob wir das nun gut finden oder nicht, alle in der Formel 1 Beteiligten sind Vorbilder und die Formel 1 kann sich solche Eklats einfach nicht erlauben", stellte der Australier klar. "Ob Max sich nun zum Rücktritt entscheidet oder wie die Abstimmung bei der außerordentlichen Vollversammlung der FIA am 3. Juni verlaufen wird, ist alleine eine Sache von ihm und den Mitgliedern der FIA."

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"Hoffentlich wird am 3. Juni eine Entscheidung fallen", meinte der Australier. "Wir haben Vertrauen in diese Leute. Sie haben alle Informationen, die sie brauchen, um die Entscheidung zu treffen, ob er weitermachen kann. Er bekleidet eine sehr, sehr einflussreiche Position und er spielt eine überaus wichtige Rolle. Wenn solche Vorkommnisse involviert sind und auch noch öffentlich werden, dann wird das natürlich schwierig."

Viele Leute würden mit ihrer eigenen Meinung noch hinter dem Berg halten, um nicht den Entscheidungen des Weltrates zuvorzukommen, erläuterte Webber. "Ich bin mir sicher, dass es am 4. Juni weitaus mehr Reaktionen geben wird. Ich denke, sie warten auf die außerordentliche Sitzung." Bis dahin ist allerdings noch reichlich Zeit für weitere Reaktionen, wie sie in den vergangenen Wochen immer wieder aufkamen.

"Formel 1 ist der Gipfel des Motorsports und so sind auch eine Reihe anderer Sportarten unmittelbar davon betroffen", fasste der 31-Jährige zusammen. "Gerade weil die Formel 1 einen so hohen Bekanntheitsgrad besitzt, schauen wir immer ganz genau darauf, den Sport nicht in Verruf zu bringen, weil einfach so viele Leute daran beteiligt sind", so Webber abschließend.