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Von alten Champions und neuen Helden

02. April 2008 - 11:16 Uhr

Rubens Barrichello über die brasilianischen Formel-1-Helden und Bruno Senna - den Neffen seines großen Vorbildes und Freundes

Ayrton Senna
Nicht nur für die Brasilianer einer der Größten überhaupt: Ayrton Senna
© Photo4 / xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Rubens Barrichello ist ein Formel-1-Urgestein. Und das nicht erst, seit feststeht, dass er den Rekord von Ricardo Patrese in dieser Saison knacken wird. Als junger Pilot schaute Barrichello fasziniert auf zu Ayrton Senna und wurde schließlich von seinen Landsleuten zu dessen Nachfolger stilisiert. Brasilien blickt auf eine lange Motorsporttradition zurück und ein neuer Senna klopft schon laut an die Formel-1-Türe.

"Als Emerson Fittipaldi noch fuhr und Nelson Piquet neu dazukam, war Emerson noch immer recht gut unterwegs. Dann lief es für ihn weniger gut und er stieg gerade dann aus, als Nelson wiederum richtig stark aufgeigte", erzählte Barrichello gegenüber 'gpweek.com'. "Das gleiche geschah dann mit Nelson und Senna", meinte der ehemalige Ferrari-Pilot, der zu dieser Zeit noch nicht in der Formel 1 unterwegs war.

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Einige Jahre bevor Rubens Barrichello seine ersten Formel-1-Kilometer unter die Räder nahm, war der Stern von Ayrton Senna endgültig aufgegangen. Als schließlich Barrichello bei Jordan am Steuer saß, hatte Senna schon drei Weltmeisterschaften gewonnen. "Unglücklicherweise haben wir Senna viel zu früh verloren", sagte der Brasilianer über seinen Freund, den er stets als sein Vorbild empfunden hat.

"Ich denke, das hätte ähnlich laufen können", meinte Barrichello und spielte auf eine mögliche weitere Wachablösung innerhalb der brasilianischen Formel-1-Fahrer an. "Alles schien dafür bereit zu sein, aber zu unserem großen Unglück verstarb Ayrton viel zu früh und ich habe die ganze Bürde auf mich genommen." Und jahrelang trug Barrichello schwer an der Last, die Tradition erfolgreicher Brasilianer in der Formel 1 fortzusetzen.

Jetzt, da der 35-Jährige im Herbst seiner Karrier angelangt ist, stellt sich für ihn auch die Frage, wem er schließlich das Zepter weiterreichen wird. Wieder einmal taucht der Name Senna auf, denn Ayrtons Neffe Bruno steigt in die Fußstapfen seines berühmten Onkels. "Das wäre einfach fantastisch", jubelte Barrichello, angesichts eines weiteren Sennas in der Formel 1. "Er hatte sicherlich eine Menge Druck, natürlich auch weil er die gleichen Farben wie Ayrton benutzt."

"Natürlich fehlt ihm noch ein wenig die Erfahrung", urteilte der beinahe-Rekordhalter in Sachen Rennstarts. Nach Sennas Unfall in Imola 1994 verhängte Brunos Vater dem Sohnemann ein Motorsportverbot, das der junge Mann mit dem magischen Namen aber schon bald wieder ad acta legte. "Es wäre schön, wenn ich ihn in der Formel 1 begrüßen könnte - so wie Ayrton das bei mir gemacht hat", meinte Barrichello abschließend über den GP2-Piloten und dessen Perspektiven.