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Vettel wegen Vertragssituation unbesorgt

13. April 2008 - 02:19 Uhr

Obwohl er an Red Bull gebunden ist und Red Bull das Toro-Rosso-Team verkaufen möchte, macht sich Sebastian Vettel keine Zukunftssorgen

Sebastian Vettel und Helmut Marko
Sebastian Vettel und Red Bulls Konsulent Helmut Marko im Gespräch
© GEPA

(Motorsport-Total.com) - Sebastian Vettel ist ein begehrter Mann: Viele Jahre stritten Red Bull und BMW um das deutsche Talent, im Vorjahr wollte ihn plötzlich auch McLaren-Mercedes als Nachfolger von Fernando Alonso haben. Jetzt steht er bei Toro Rosso unter Vertrag. Oder? 'Motorsport-Total.com' hat nämlich etwas anderes enthüllt.

Der Formel-1-Fahrer Vettel gehört nicht Gerhard Berger, sondern Red Bull und Dietrich Mateschitz: "Mit Vettel gibt es eine Red-Bull-Vereinbarung", bestätigte Red-Bull-Konsulent Helmut Marko bereits beim Grand Prix von Malaysia auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com'. "Bourdais hat einen Einjahresvertrag mit Toro Rosso. Bei Vettel ist die Situation anders. Er ist seit vielen Jahren im Red-Bull-Juniorteam."

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Vettels Zukunft bei Red Bull Racing?

"Ich glaube, das ist alles ausverhandelbar."
Helmut Marko

Dies wäre grundsätzlich nicht weiter tragisch, aber die Situation ist insofern spannungsgeladen, als Mateschitz angekündigt hat, dass er Toro Rosso auf jeden Fall noch vor 2010 verkaufen möchte. Was passiert dann? Nimmt der Energydrink-Kaiser seinen Lieblingsfahrer dem Berger-Team weg? "Ich glaube, das ist alles ausverhandelbar", relativierte Marko. Fakt ist aber auch, dass die Situation ausverhandelt werden muss.

Vettel selbst sieht die ganze Angelegenheit relativ gelassen: "Im Moment habe ich ganz klar das Ziel, wo ich bin das Beste aus mir herauszuholen, und jeder Gedanke, was weiter weg liegt, ist im Moment nicht angebracht. Ich denke auch nicht darüber nach", erklärte der 20-jährige Heppenheimer in einem ausführlichen Exklusivinterview mit 'Motorsport-Total.com', das am Montag in voller Länge veröffentlicht wird.

Niemand wusste vom Mateschitz-Plan

"Es ist keiner dabei, der das Handtuch geschmissen hat."
Sebastian Vettel

Auch durch den geplanten Verkauf lässt er sich nicht beunruhigen: "Die Tatsache, dass dann die Nachricht rauskam, hat uns alle überrascht, im ganzen Team, hat aber nichts an unserer Arbeitsweise geändert. Jeder ist voll dabei. Es ist keiner dabei, der das Handtuch geschmissen hat und sagt: 'Ha, wir werden eh verkauft!' Es sind alle motiviert zu zeigen, wie gut wir sind", gab Vettel diesbezüglich zu Protokoll.

Dennoch interessant: Mateschitz' Interview, in dem er ankündigte, dass er Toro Rosso verkaufen will, kam nicht nur für Vettel völlig überraschend - auch 50-Prozent-Partner Berger erfuhr davon nur aus der Presse. Das spricht nicht unbedingt für eine gute interne Kommunikation im Red-Bull-Lager. Andererseits hat Mateschitz auch klargestellt, dass er nur an jemanden verkaufen wird, der für Berger ein guter Partner sein kann...

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