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Vettel auf dem Sprung zu Red Bull?

16. April 2008 - 15:33 Uhr

Im Zuge des möglichen Verkaufs von Toro Rosso sieht Helmut Marko seinen Schützling bald im Red Bull: "Er ist ein ganz besonderer Fahrer"

Sebastian Vettel
Wohin führt der Weg von Sebastian Vettel am Ende dieses Jahres?
© GEPA

(Motorsport-Total.com) - Der von Dietrich Mateschitz angekündigte Verkauf seines Zweitteams Toro Rosso sorgt für Spekulationen über die Zukunft des deutschen Nachwuchspiloten Sebastian Vettel. Der 20-Jährige hat einen langfristigen Vertrag mit Red Bull, ist in der Vergangenheit schon von Topteams ins Visier genommen worden und wird voraussichtlich am Ende dieses Jahres einen Cockpitwechsel vor sich haben. Alle Zeichen deuten auf einen Einstieg in ein Red-Bull-Auto.

"Ich gehe davon aus", so Red Bulls Konsulent Helmut Marko gegenüber 'Autosport'. "Er ist ein ganz besonderer Fahrer und er ist für sein Alter sehr weit in der Entwicklung. Er kann im Auto sehr aggressiv sein, ist technisch stark und gut trainiert. Red Bull hat ihn seit acht Jahren und er hat auch einen Vertrag für einige weitere Jahre." Die Situation ist dennoch nicht so eindeutig, wie sie anfangs erscheinen mag.

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Denn Vettels Vertrag wurde mit Red Bull geschlossen und nicht mit Red Bull Racing, dem Rennstall von Firmenchef Mateschitz. Im Grunde könnte der Energie-Drink-Baron den deutschen Piloten an jedes Team transferieren, wobei ein Wechsel in seine eigene Mannschaft natürlich nahe liegend ist. Vom derzeitigen Teamchef gibt es nichts als Lob für den jungen Nachwuchsmann. "Er ist einer besten jungen Piloten", so Franz Tost.

Sebastian Vettel
Fühlt sich bei Red Bull schon sichtlich wohl: Sebastian Vettel
© xpb.cc

"Er fährt seit 15 Jahren Rennen, also ist er auf der fahrerischen Seite schon sehr erwachsen. Außerdem ist er sehr clever. Ich glaube, das ist der Schlüssel zu seinem Erfolg. Er hat schon einen sehr hohen Level erreicht. Es hängt davon ab, welches Auto er bekommt, ob er dann in der kommenden Saison an der Spitze mitfahren kann."

Auch Toro-Rosso-Teilhaber Gerhard Berger ist von den Qualitäten seines jungen Stars vollends überzeugt. Er vergleicht ihn sogar mit Michael Schumacher: "Michael hat ihn beim Kartfahren gesehen und sein Potenzial erkannt. Das hat sich voll bestätigt. In gewissen Dingen sind sie sich ähnlich: sie haben beide die ruhige, systematische Herangehensweise, das konstante Verbessern während eines Rennwochenendes und schließlich die Leistung, die sie am Ende des Tages abliefern."

Mit einer unaufgeregten Art habe sich Vettel sehr schnell in seinem Team etabliert. Er sei bodenständig, selbstbewusst, aber keineswegs arrogant. Und er habe eine ganz besondere Gabe, so Berger: "Der Film ist nie zu schnell für ihn. Er kann sich alle Details merken, die im Auto passieren und er kann sie alle an die Ingenieure weitergeben. Ich bin normalerweise schon ein eher kritischer Mensch, aber ich kann nichts finden, was ihm fehlt - außer die Erfahrung."

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