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Vettel-Interview: "Hirnlos" von Sutil

27. April 2008 - 19:49 Uhr

Sebastian Vettel spart nach der Kollision mit Adrian Sutil in Barcelona nicht mit Kritik an seinem Landsmann und drängt auf das neue Auto

Sebastian Vettel
Adrian Sutil sollte Sebastian Vettel momentan besser nicht begegnen...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Viertes Rennen, vierter Ausfall, dreimal nicht die erste Runde überstanden - für Sebastian Vettel hat die Saison 2008 wie ein Albtraum begonnen. Vor allem nach der heutigen Kollision mit Adrian Sutil war der Toro-Rosso-Pilot stinksauer, wie er nach dem Rennen im Interview mitteilte.

Frage: "Sebastian, vierter Ausfall im vierten Rennen..."
Sebastian Vettel: "Das ist scheiße, aber da kann man nichts machen. Es war ein sehr hirnloses Manöver von Adrian, das er da gestartet hat. Er hat sich gedreht, wurde nach außen getragen. Ich wollte innen vorbei und fast hätte es auch gereicht, aber leider kam von hinten ein Super Aguri und schob mich in ihn rein. Dem Super Aguri - es war Sato - kann man keine Schuld geben, denn es ist sehr schwierig, so weit nach vorne zu schauen, was genau passiert."

Dreimal in der ersten Runde k.o.

"Ich konnte nichts dafür."
Sebastian Vettel

"Schade, denn ich konnte nichts dafür. Ein weiterer Ausfall, eine weitere Kollision in der ersten Runde. Das ist schade, aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken!"

Frage: "Du hättest die Kollision nicht vermeiden können, oder?"
Vettel: "Nicht wirklich. Wenn man jemandem die Schuld geben will, dann Sutil. Es war wirklich hirnlos, David (Coulthard; Anm. d. Red.) an der Stelle zu attackieren. Er hatte nicht die geringste Chance und kam aufs Gras. Dadurch drehte er sich. Ich kämpfte gerade mit Sébastien (Bourdais; Anm. d. Red.), der außen war und großes Glück hatte, dass er nicht getroffen wurde."

Frage: "Was ist dir in dem Moment durch den Kopf gegangen?"
Vettel: "Ich habe am Funk laut 'Fuck' gesagt! Aber was soll man machen? Natürlich war ich stinksauer - nicht enttäuscht, sondern stinksauer."

Frage: "Hast du schon mit Adrian Sutil gesprochen?"
Vettel: "Nein. Wir reden nicht besonders viel miteinander. Ich habe aber kein Problem mit ihm. In der Situation war ich halt aus dem Rennen. Ganz egal, was ich gesagt hätte, es hätte mich nicht wieder ins Rennen gebracht."

Nicht Glück, sondern harte Arbeit

"Ich glaube nicht an Glück."
Sebastian Vettel

Frage: "Jetzt hättest du dir wirklich mal ein bisschen Glück verdient, nicht wahr?"
Vettel: "Ich glaube nicht an Glück, sondern nur an harte Arbeit. Ich habe in den vergangenen vier Rennen hart gearbeitet, aber bis jetzt hat es sich nicht gelohnt. Ich muss geduldig bleiben."

Frage: "Ihr bekommt jetzt bald das neue Auto..."
Vettel: "Ja. Ich kann nicht mehr länger darauf warten! Man sieht, dass es immer schwieriger wird. Wir stehen momentan in der Startaufstellung in Positionen, wo es schwierig ist, überhaupt ins Rennen zu kommen, wie man gesehen hat."

Frage: "Was hältst du von der nun kommenden Strecke in der Türkei?"
Vettel: "Ich mag die Strecke, vor allem weil es einige schnelle Passagen gibt. Die erste Kurve geht steil bergab und man fährt sie blind - so etwas gefällt mir, wenn es ein bisschen schwieriger ist, herausfordernder. Schauen wir mal. Ich hoffe, dass wir das neue Auto bekommen, ansonsten wird es schwierig. Aber wir müssen so oder so unser Bestes geben."

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