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Trulli lobt Bedienbarkeit des Toyota

25. April 2008 - 13:31 Uhr

Laut Jarno Trulli ist der neue Toyota nicht zwingend besser als das 2007er-Modell, aber pflegeleichter und damit auf der Strecke schneller

Jarno Trulli
Jarno Trulli wirkt 2008 so motiviert und hungrig wie schon lange nicht mehr
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Acht WM-Punkte hat Jarno Trulli nach drei Rennen in dieser Saison auf seinem Konto, also genau doppelt so viele wie vor einem Jahr zu diesem Zeitpunkt. Bei Toyota, das spürt man momentan, bewegt sich etwas - und an guten Tagen ist das Team mit Sitz in Köln schon jetzt vierte Kraft hinter den großen Drei.

Das liegt laut Trulli vor allem an der Bedienbarkeit des TF108, der ein größeres Fenster als sein Vorgänger besitzt, in dem er optimal funktioniert: "Die Performance war vergangenes Jahr nicht schlecht, aber es gab ein paar Dinge, durch die wir nicht das Beste aus dem Auto herausholen konnten", analysierte der Italiener. "Das Funktionsfenster war so klein, man fand keinen Weg um die Probleme herum. Also steckte man fest."

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Die Vorzüge des TF108

"Die Performance ist nicht viel besser, aber das Auto ist einfacher zu handhaben und abzustimmen."
Jarno Trulli

"Das neue Auto ist in dieser Hinsicht viel besser geworden", fuhr er fort. "Die Performance ist nicht viel besser, aber das Auto ist einfacher zu handhaben und abzustimmen. Dadurch kann man das Maximum herausholen. Das macht mir und den Ingenieuren das Leben viel einfacher. Im Moment glaube ich, dass ich mit meiner Erfahrung das Beste aus den Möglichkeiten machen und das Auto genau so abstimmen kann, wie ich es will."

Im operativen Bereich wirkt sich diesbezüglich vermutlich auch das Engagement des erfahrenen Ingenieurs Frank Dernie aus, der viele Jahre lang für Williams tätig war. Auch Mark Gillan arbeitet neuerdings für Toyota. Und dadurch, dass die Resultate nun endlich stimmen, geht obendrein frischer Wind durch die alteingesessenen Mitarbeiter: "Wir sehen Licht am Ende des Tunnels, natürlich wirkt sich das auf die Atmosphäre aus", bestätigte Trulli.

Die Sache mit der Motivation

"Wenn man Probleme hat, fällt es einem schwer, sich aufzurappeln und die Motivation zu finden."
Jarno Trulli

"Wenn man Probleme hat, fällt es einem schwer, sich aufzurappeln und die Motivation zu finden. Andererseits war ich auch im Vorjahr nie demotiviert, aber man ist halt nach einem schlechten Rennen oder Qualifying frustriert, weil man weiß, dass man viel besser abschneiden könnte. Dass man frustriert ist, bedeutet aber nicht, dass es an Motivation mangelt. Es ist nur die Tatsache, dass man nicht mehr herausholen kann so niederschmetternd", so der 33-Jährige.

Nun erhofft er sich für den Rest der Saison weitere Fortschritte: "Es ist jetzt für Toyota an der Zeit, den nächsten Schritt zu machen und die Entwicklungsarbeit während der Saison zu beschleunigen. Wie man startet, ist wichtig, aber heutzutage kommt es in der Formel 1 fast noch mehr auf die Weiterentwicklung an", gab Trulli zu Protokoll. "Toyota hat die Ressourcen und das Potenzial, also müssen wir es schaffen. Wir müssen."

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