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Stewart: "Er war der Beste seiner Zeit"

11. April 2008 - 12:26 Uhr

Ex-Champion Jackie Stewart über seinen Freund und Kollegen Jim Clark, der vor 40 Jahren bei einem Unfall in Hockenheim sein Leben verlor

Jackie Stewart
Hält seinen Freund Jim Clark für einen der besten Fahrer aller Zeiten: Jackie Stewart
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Als Jackie Stewart 1969 erstmals zu Weltmeisterehren gelangte, weilte einer seiner Vorgänger schon nicht mehr unter den Fahrerkollegen: Jim Clark war ein Jahr zuvor bei einem Formel-2-Rennen tödlich verunglückt. Seinem Landsmann Stewart galt Clark stets als leuchtendes Beispiel für herausragende Fahrzeugbeherrschung und war für den späteren dreifach-Champion mehr als nur ein Konkurrent auf der Strecke.

"Er hatte einen großen Einfluss auf mein Leben, einfach dadurch, dass er ein Vorbild für mich war", sagte Stewart rückblickend gegenüber dem Magazin 'GPweek'. "Die Art und Weise, wie er Rennwagen bewegte war so sanft und elegant. Er hat nie ein Auto gequält und deshalb dachte ich immer, so sollte auch ich ein Auto fahren."

"In meinen Augen spiegeln seine zwei WM-Titel nicht sein Talent und seine Fähigkeiten wider", meinte Stewart, der selbst drei Mal am Saisonende den Titel holte, wohingegen Clark 1963 und 1965 nicht zu schlagen war. "Er war sicherlich der beste Rennfahrer, gegen den ich jemals angetreten bin. Er war schlicht der Beste seiner Zeit und besser kannst du nicht sein."

Dann allerdings beendete das Schicksal Jim Clarks Karriere im Wald von Hockenheim. "Das war eine Erfahrung, welche heutige Formel-1-Fahrer hoffentlich niemals machen müssen. Jimmys Tod war ein kompletter Schock für die Motorsportwelt. Die einhellige Meinung war: Wenn das Jim Clark passieren kann, dann kann es jedem von uns passieren."

"Das war eine Erfahrung, welche heutige Formel-1-Fahrer hoffentlich niemals machen müssen."
Jacky Stewart

"Das hat mich dazu gebracht, den Sicherheitsaspekten größere Aufmerksamkeit zu widmen und dabei keine Kompromisse zu machen", bilanzierte Stewart. "Damals hat der Sport aber noch nicht sehr viel Notiz davon genommen. Aber die Fahrergewerkschaft (GPDA), in der auch Jimmy ein engagiertes Mitglied war, hat sich schwer für dieses Thema eingesetzt."

Die Grand Prix Drivers Association ist auch in der Formel-1-Gegenwart ständig bemüht, Sicherheitsfragen zu klären und mit den Betreibern der Rennstrecken eventuelle Mängel zu besprechen. Die meisten der aktuellen Grand-Prix-Piloten sind Mitglied der Fahrervereinigung, die seit Anfang der Saison unter dem Vorsitz von McLaren-Mercedes-Testfahrer Pedro de la Rosa steht.

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