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Sparen zu einem erhöhten Preis?

25. April 2008 - 22:25 Uhr

Das feste Motorenreglement ließ die nötigen Budgets schrumpfen, doch man hätte noch weitaus mehr Einsparungsquellen nutzen können

Renault-Motor
Renault-Motor - ein teures Stück Technik auf Sparflamme
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Man hat sich allmählich daran gewöhnt, dass Formel-1-Motoren aller Hersteller die gleichen Rahmenbedingungen und auch fast die gleichen Leistungswerte haben. Doch im zweiten Jahr des Weiterentwicklungstopps der Triebwerke kann man ein kurzes Fazit ziehen: Hat die Maßnahme Geld gespart? Und wenn ja, wessen Geld?

Ein Hersteller hat vor der Einführung je Rennwochenende gleich mehrere Motoren "verbraten", weitere dann in der Entwicklung auf Prüfständen und bei Testfahrten. Auch wenn die Formel 1 dadurch preiswerter wurde, es kam nicht bei allen an. "Bei uns mit Renault hatte das keinen sehr großen Effekt", so Adrian Newey, Chefdesigner bei Red Bull Racing.

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"Renault rechnet uns für das Herstellen, das zur Verfügung stellen und den Einsatz ab - nicht für die Entwicklung", fuhr er fort. "Für uns als Privatiers hatte das keinen großen Effekt. Für die Hersteller selbst schon, ja. Aber auch je nachdem, wie ernst man es genommen hat." Einige hätten sehr wohl ihre Motorenentwicklung zurückgefahren, andere hätten mit gleichem Aufwand dort weiterentwickelt, wo das noch möglich war - ungeachtet der nun kleineren Verbesserungen.

Teure Technik im Stillstand

Konkrete Zahlen, was man als Hersteller einsparen kann, hatte Willy Rampf, Technischer Direktor im BMW Sauber F1 Team, nicht. "Aber mit den eingefrorenen Motoren ist das Entwicklungsprogramm sehr viel schmaler", erklärte er. "Für jede Änderung am Motor musste man auf den Prüfstand. Nicht nur für die Entwicklung selbst, sondern auch für die Zuverlässigkeit. Das ist heute nicht mehr nötig, und das senkt die Kosten."

"Wir haben ein Motorenkonzept eingefroren, das teuer ist."
Pat Symonds

Dennoch, zwei Punkte sorgten beziehungsweise sorgen für eine finanzielle Mehrbelastung bei den Teams. Der Zwang, ab 2006 mit V8-Motoren zu fahren, "erforderte sehr viel Geld, so etwas tun Änderungen immer", erklärte Renaults Chefingenieur Pat Symonds. Immerhin habe man bei Renault die Entwicklung auch teamintern zusammengeschrumpft, dennoch sieht er einen Schönheitsfehler.

"Diese Motoren sind nicht billig, das ist eines der Probleme mit dem Einfrieren der Regeln", erklärte er. "Wir haben ein Motorenkonzept eingefroren, das teuer ist. Dieser Motor wurde entwickelt, um mit mehr als 20.000 Umdrehungen pro Minuten zu drehen. Wenn wir gewusst hätten, dass es so kommen würde, dann hätten die Kosten je Motor verringert. Man kann von grob einer Viertelmillionen Euro je Motor ausgehen. Aber uns Motorenbudget ist seit dem Einfrieren stark gesunken, Zahlen werde ich aber nicht nennen."

Von 12 auf 2

Auch bei Ferrari spart man, aber auch nicht im maximalmöglichen Umfang. "Wir hätten die Laufleistung für die Motoren vor dem Einfrieren noch erhöhen können", so Chefdesigner Aldo Costa. "Anstatt von zwei Rennen hätten wir auch etwas mehr ansetzen können. Aber wir müssen das so akzeptieren, wie es gemacht wurde."

Wie groß der gemachte Schritt aber jetzt schon ist, zeigt ein kleines Rechenbeispiel von Williams' Technikchef Sam Michael. "Wir hatten früher je Rennwochenende zwölf Motoren, nun sind es zwei", erklärte er. "Alle 350 Kilometer wurden die Motoren gewechselt, also an beiden Autos jede Nacht."

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