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Singapur setzt den Blinker
Beim kommenden ersten Nachtrennen der Formel 1 in Singapur sollen erstmals die elektronischen Flaggen zum Einsatz kommen

(Motorsport-Total.com) - Nach erfolgreichen Testläufen sollen die neuen elektronischen Flaggen beim ersten Nachtrennen im September in Singapur erstmals zum Einsatz kommen. Die so genannten Digiflags werden die klassischen Flaggenschwenker in den Straßen der asiatischen Metropole nicht ersetzen, sondern zunächst als Ergänzung ihren Dienst verrichten. Gerade in der nächtlichen Dunkelheit sollen die neuen Signale besser erkennbar sein.
Die neue Anlage aus dem italienischen Hause Valerio Maioli, die auch für die gesamte Streckenausleuchtung in Singapur zuständig ist, war bereits über viele Jahre bei Tests in Monza, Imola und Barcelona immer weiter verfeinert worden. 35 elektronische Digiflags werden rund um den gut fünf Kilometer langen Stadtkurs installiert. Die einzelnen Displays können per Handheld-Computer von den Streckenposten bedient werden.
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Kompletter digitaler Überblick
Im Turm der Rennleitung wird ein großes Digitaltableau den jeweiligen Streckenstatus und die Flaggensituation aller Kurven und Gefahrenbereiche jederzeit aktuell darstellen. Man erhofft sich somit einen schnelleren Überblick, um kurzfristiger über Konsequenzen wie zum Beispiel den Einsatz des Safety Cars entscheiden zu können.

Das neue System ist im Rahmen der einwöchigen Beleuchtungstests in Singapur umfangreich erprobt worden. In jeder Nacht ging für jeweils fünf Stunden probehalber das Licht entlang einer 64 Meter langen Teststrecke an. Man studierte damit nicht nur die Intensität der Ausleuchtung, sondern auch die Bedingungen unter allen möglichen Wetterlagen. Auch die Sicht von den Zuschauerrängen wurde von Testpersonen am Ende der Probephase beurteilt.
Baumaßnahmen im Zeitplan
In Singapur sehen sich die Veranstalter auf einem guten Weg. Der Lichttest sei rundum gut verlaufen und vor allem hätten sich die Digiflags bewährt, heißt es von der Organisatoren. Beim Grand Prix Ende September werden 1.500 Licht-Projektoren für den nötigen nächtlichen Durchblick auf der Strecke sorgen. Die Installationsarbeiten beginnen Ende Mai an der Start-Ziel-Geraden und sollen einen Monat vor dem geplanten Renntermin - also Ende August - abgeschlossen sein.
Die Arbeiten an der Infrastruktur laufen unterdessen planmäßig weiter. Das Boxengebäude ist zu 65 Prozent fertig gestellt und soll Ende Juni bereit stehen. In den kommenden Wochen wird man die Gehwege abflachen, Verkehrsinseln entfernen und weitere Streckenarbeiten vornehmen. Der Neubau eines Streckenteils sowie der Bau einer Zufahrtsstraße samt Tunnel zum Paddockbereich sollen bereits Ende Mai abgeschlossen sein.










