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Spannendes drittes Training - Bestzeit für Rosberg

05. April 2008 - 11:03 Uhr

In einem dramatischen Finish setzte Nico Rosberg im dritten Freien Training in Bahrain die Bestzeit vor Massa und Webber - Topteams zurückhaltend

Nico Rosberg
Nico Rosberg hatte die Nase im letzten Freien Training in Bahrain vorne
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Über 50 Minuten nahm das dritte Freie Training heute Morgen in Bahrain einen eher einschläfernden Verlauf ohne nennenswerte Zwischenfälle, aber am Ende ging es dafür Schlag auf Schlag. Bestzeit fuhr - nach den starken Leistungen von gestern nicht ganz überraschend - Nico Rosberg im Williams-Toyota, unbeeindruckt von knapp 30 Grad Hitze in der Wüste.

Der Deutsche umrundete den Sakhir-Kurs 17 Mal und wurde im schnellsten Versuch auf weichen Reifen in 1:32.521 Minuten gestoppt. Rosberg hatte zwar wahrscheinlich wenig Benzin an Bord und frischen Bridgestone-Gummi am Wagen, aber das war bei den meisten Konkurrenten nicht anders. Nur die Topteams Ferrari und McLaren-Mercedes schienen sich zurückzuhalten; Bahrain-Fan Felipe Massa (+ 0,205/10 Runden) wurde trotzdem starker Zweiter.

Vorteil für Ferrari und Toyota?

Ferrari unterstrich damit die gestern schon angedeutete Vormachtstellung, die möglicherweise zum Teil damit zusammenhängt, dass das Team gemeinsam mit Toyota im Winter in Bahrain getestet hat. Auch Jarno Trulli (+ 0,380/18 Runden) landete nämlich als Vierter im Spitzenfeld, wohingegen Kimi Räikkönen (9./Ferrari/+ 0,716/10 Runden) und Timo Glock (15./Toyota/+ 1,074/20 Runden) nicht ganz mit ihren jeweiligen Teamkollegen mithalten konnten.

Überraschend in die Top 8, die innerhalb von nur einer halben Sekunde lagen, fuhren auch Mark Webber (3./16 Runden), David Coulthard (5./Red-Bull-Renault/14 Runden), Kazuki Nakajima (6./Williams-Toyota/16 Runden) und Nelson Piquet Jr. (8./Renault/16 Runden). Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 0,503/18 Runden) war der erste Fahrer, der das Qualifying übte, und landete auf Position sieben.

Im Niemandsland klassierten sich die Silberpfeile von McLaren-Mercedes: Heikki Kovalainen (10./+ 0,846/15 Runden) war teamintern schneller als Lewis Hamilton (18./+ 1,138/14 Runden), der nach seinem gestrigen Crash erst das neu aufgebaute Chassis einfahren musste. Aber die Zeiten sind wegen des starken Windes und wegen verschiedener Benzinmengen generell nicht ernst zu nehmen - das belegt auch die Tatsache, dass auf die Wintertestbestzeit zweieinhalb Sekunden fehlten.

Heidfeld von Verkehr gebremst

Nick Heidfeld
Die Fans von Nick Heidfeld müssen sich trotz Platz 20 keine Sorgen machen
© BMW

Die übrigen Deutschen: Sebastian Vettel (Toro-Rosso-Ferrari/+ 1,130/14 Runden) schien zwar zwischendurch mal auf Rang fünf auf, wurde aber am Ende der dicht beisammen liegenden Mittelfeldgruppe unterm Strich 17.; Platz 19 ging an Adrian Sutil (Force-India-Ferrari/+ 1,336/18 Runden), noch vor Nick Heidfeld (BMW Sauber F1 Team/+ 1,553/16 Runden), der auf seinen schnellen Runden aufgehalten wurde und sein Potenzial nicht aufzeigen konnte.

Was die Zeiten des normalerweise recht repräsentativen dritten Freien Trainings für heute Nachmittag zu bedeuten haben, ist völlig unklar, denn die Teams arbeiteten zum Teil auf das Qualifying, zum Teil auf das Rennen hin. Außerdem scheinen manche mit dem starken Wind besser zurechtzukommen als andere. Nur eine Konstante hat sich bisher an diesem Wochenende herauskristallisiert: Ferrari wird nur schwierig zu schlagen sein...

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