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Rosberg: "Man fühlt sich ein bisschen hilflos"

11. April 2008 - 13:40 Uhr

Nico Rosberg hat in dieser Saison schon große Höhen aber auch Tiefen erlebt und erklärt die aktuelle Lage im Williams-Team

Nico Rosberg
Nico Rosberg fühlt sich wohl in seiner Rolle als Teamleader bei Williams
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Mit Platz drei zum Saisonauftakt in Melbourne erfüllte sich Nico Rosberg schon im ersten Rennen des Jahres ein persönliches Ziel für 2008: Das erste Podium. Doch auf den Champagner folgte die Ernüchterung in Malaysia, als Williams einfach nicht konkurrenzfähig war. In Bahrain dagegen konnte Rosberg als Achter wieder punkten und ist sich sicher, auch künftig bei der Musik dabei zu sein.

"Wir sind genau da, wo wir zu sein gehofft haben", sagte der Sohn von Ex-Weltmeister Keke gegenüber 'autosport.com'. "Man muss das schon sehen - wir haben besser entwickelt als Renault und schneller als Red Bull. Wer hätte so eine Leistung noch vor anderthalb Jahren von uns erwartet? Das ist alles sehr positiv und wir bewegen uns definitiv in die richtige Richtung. Aber natürlich können wir noch besser werden."

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Williams mit solider Weiterentwicklung

Wir können noch vieles verbessern, denn es sind in den vergangenen Wochen und Monate doch einige Dinge gegen uns gelaufen", meinte Rosberg. "Wir müssen einfach einen großen Sprung machen und alles wieder auf die Reihe bekommen. Ich mache mir wegen der Entwicklung keine Sorgen. Meiner Meinung nach, klappt das bei uns prima und auch die Aerodynamikabteilung hat gute Fortschritte gemacht. Wir sind nun in der Lage, einige große Schritte zu machen."

"Ich mache mir wegen der Entwicklung keine Sorgen."
Nico Rosberg

"Das ganze ist aber wirklich richtig komplex", erkannte der 22-Jährige. "In einem Formel-1-Team arbeiten eine Menge Leute und es ist richtig schwierig bei Deadlines, Zeitdruck und Management das Beste daraus zu machen. Als Privatteam hat man da natürlich so seine Vorteile, aber wir sind immer noch nicht da, wo wir sein könnten."

"Ein paar Dinge haben uns zurückgeworfen und einige Teile haben es nicht auf das Auto geschafft. Zusammenfassend könnte man also sagen, dass gute Arbeit geleistet wurde, aber trotzdem noch Raum für Verbesserungen bleibt", bilanzierte Rosberg, der mit sieben Punkten derzeit den achten WM-Zwischenrang belegt.

Schwieriges Wochenende in Malaysia

Das Malaysia-Wochenende geht dem Williams-Piloten aber doch nicht so schnell aus dem Sinn: "Ja, das war wirklich schrecklich. Nach einer Podiumsankunft im nächsten Qualifying nur 16. zu sein ist schon furchtbar. In Rennen mussten wir dann ein höheres Risiko eingehen, weil sonst einfach nichts dabei herauskommt." - Das Resultat war ein Erstrundencrash mit Timo Glock.

"Man fühlt sich irgendwo auch ein wenig hilflos."
Nico Rosberg

"Man fühlt sich irgendwo auch ein wenig hilflos. Wenn man auf den Monitor schaut und sich denkt, dass mein eine großartige Runde hingelegt hat - meine Runde in Malaysia war gut. Nicht herausragend, aber gut - und dann findet man sich auf Position 16 wieder, dann fühlt man sich echt hilflos."

"Mir gefällt das, ich habe jetzt die Erfahrung", antwortete Rosberg, auf seine Position als Teamleader angesprochen. "Beim Setup komme ich wirklich gut voran und kann nun auch Anweisungen geben. Und natürlich motiviert es mich auch, wenn ich weiß, dass ich helfen und dabei wirklich was bewegen kann. Es ist also prima und sehr interessant, mit dem Team zu arbeiten. Über die Jahre ist der Respekt zwischen uns allen kräftig angewachsen."