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Renault bleibt nach Doppelausfall gelassen

27. April 2008 - 17:12 Uhr

Nelson Piquet erst auf Abwegen, dann nach Kollision draußen - Fernando Alonso durch Motorschaden gestoppt - keine Niedergeschlagenheit bei Renault

Nelson Piquet Jr.
Nelson Piquet Jr. warf ein gutes Ergebnis schon sehr früh weg
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Auf den Rängen in Barcelona war alles bereit: Die Fans fieberten einem guten Ergebnis ihres Helden Fernando Alonso entgegen, der im Qualifying so auftrumpfen und auf Startplatz zwei fahren konnte. Am Start verlor er eine Position an Felipe Massa, kam dann aber gut mit. Weiter hinten kam Nelson Piquet Jr. einmal von der Strecke ab, beim Versuch, später Sébastien Bourdais zu überholen, krachte es dann - Aus für beide. Alonso biss sich an der erweiterten Spitze fest, ein Motorproblem zwang ihn jedoch zur Aufgabe.

"Diese Woche war sowohl süß als auch sauer", so Alonso. "Das Auto war sehr konkurrenzfähig, wir waren zusammen mit Ferrari und BMW unterwegs. Das war ein guter erster Schritt. Nun sollten wir anfangen können, uns an den Rennen zu erfreuen und weiter vorn zufahren. Auch wenn ich enttäuscht bin, nicht ins Ziel gekommen zu sein, so war es eine nette Überraschung, dass wir konkurrenzfähiger waren als gedacht."

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Es hätte jedoch besser an anderer Stelle passieren sollen. "Es war nun leider mein Heim-Grand-Prix", fuhr der fort. "Aber immerhin waren wir vorn dabei, in den ersten Rennen konnten wir die Topautos ja gar nicht sehen." Einen sechsten Rang hatte er sich bereits ausgerechnet. "Ein Podestplatz war unmöglich. Wir kämpften gegen Kovalainen und Heidfeld, ein sechster oder siebter Rang war zu erwarten."

"Meinen ersten Fehler machte ich früh, ich kam von der Strecke ab", so Piquet Jr. "Danach attackierte ich, dabei ging ich auch einige Risiken ein. Ich bin natürlich enttäuscht, aber wir haben zweifelsohne an diesem Wochenende viele Fortschritte gemacht. Das müssen wir von diesem Rennen mitnehmen, und, dass ich in Zukunft solche Fehler nicht mehr machen möchte. Ich freue mich nun auf die Türkei."

Auch Teamchef Flavio Briatore vertröstete sich auf das Rennen bei Istanbul. "Es ist enttäuschend, mit leeren Händen dazustehen, speziell nach diesem hoffnungsvollen Wochenende", so der Italiener. "Nelsons Rennen wurde vom Fehler zu beginn ruiniert. Aber Fernando fuhr fehlerlos. Und trotz des Motorproblems war das Auto sehr konkurrenzfähig. Wir freuen uns auf das nächste Rennen."

"Dieses Wochenende mit viel Potenzial ging uns durch die Lappen", so Chefingenieur Pat Symonds. "Ein fünfter Platz war bei Fernando möglich und eine gute Leistung von Nelson hätte das noch unterstreichen können. Wir wissen den Grund für die Motorenprobleme bei Fernando noch nicht. Aber trotz des enttäuschendes Ergebnisses nehmen wir auch die Ermutigung unserer Leistungsfähigkeit mit. Es gibt noch viel zu tun, aber wir werden weiter hart arbeiten, um das Auto zu verbessern."