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Räikkönen: "Können das Auto weiter verbessern"

27. April 2008 - 21:05 Uhr

Der Ferrari-Pilot auf der Pressekonferenz über sein Rennen in Barcelona, seinen großen Schreckmoment und die verlorene Zeit beim Boxenstopp

Kimi Räikkönen
Kimi Räikkönen versprüht vorsichtigen Optimismus...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Wie waren die Bedingungen auf der Strecke heute gewesen?"
Kimi Räikkönen: Nicht allzu schlecht. Ich hatte in Kurve drei einen Zwischenfall, als ich zu meinem ersten Boxenstopp kam. Es gab massives Untersteuern und die Vorderräder blockierten, ich rutschte aus diesem Grund seitlich weg."

"Wenn man solche unerwarteten Dinge erlebt, dann hat man natürlich manchmal mehr Glück als Verstand, dass man nicht abfliegt. Aber abgesehen davon waren die Bedingungen heute sehr gut."

Frage: "Dies hat von außen nach einem ziemlich perfekten Tag ausgesehen, war auch das Auto perfekt?"
Räikkönen: Ja, es war sehr gut. Wir können es jedoch immer noch verbessern. Wir versuchen immer, es zu verbessern, aber es war ganz gut, hatte die ganze Zeit über eine gute Balance. Es war also nicht allzu schlecht."

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"Aber wenn sie nicht einmal auf uns aufholen konnten, dann ist dies ja in Ordnung."
Kimi Räikkönen

Frage: "Es sah danach aus, als hättest du auf den härteren Reifen im Vergleich zu den McLaren-Mercedes Zeit verloren. Grundsätzlich wart ihr beide auf relativ ähnlichem Niveau unterwegs, aber die McLaren schienen auf den härteren Reifen in den ersten zwei oder drei Runden deutlich schneller zu fahren..."
Räikkönen: Wir mussten keinen Druck machen. Wenn wir Druck hätten machen wollen, dann hätten wir mit Sicherheit viel schneller fahren können, aber es gab keinen Grund, etwas zu riskieren, oder den Motor mehr zu nutzen, als wir dies tun mussten."

"Zunächst einmal versuchten sie, auf uns aufzuholen, und sie hätten dann ja auch noch uns überholen müssen. Aber wenn sie nicht einmal auf uns aufholen konnten, dann ist dies ja in Ordnung. Im letzten Teil des Rennens sah man von den meisten Leuten nicht die wahre Geschwindigkeit. Sie machen langsamer, wenn sie dies tun können."

Frage: "Um die Runde 40 herum hast du zwei oder drei Runden lang Zeit auf Felipe verloren..."
Räikkönen: Ich verlor hinter demselben Auto im Verkehr steckend Zeit. Ich denke, dass es zweimal Sato war. Er war nicht allzu hilfreich, aber abgesehen davon weiß ich nicht, ob da etwas passierte. Es gab mit meinem Auto kein Problem. Vielleicht machte ich einen Fehler oder steckte im Verkehr fest. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern."

Frage: "Was hast du gedacht, als du das Auto von Heikki im Reifenstapel gesehen hast?"
Räikkönen: Zunächst einmal wussten wir nicht, welcher McLaren das war. Ich fragte das Team und sie sagten mir, dass es Heikki war. Es sah womöglich schlimmer aus, als es schlussendlich war. Zum Glück scheint er in Ordnung zu sein, das ist die Hauptsache."

Frage: "Du hast nun in der Weltmeisterschaft einen Vorsprung von neun Punkten. Um wie viel gestaltet dies dein Leben einfacher?"
Räikkönen: Es ändert bisher nichts. Es ist ein guter Vorteil, aber es sind noch 14 Rennen zu fahren. Man hat ein schlechtes Rennen und der Vorsprung ist wieder weg."

"Das verleiht dir ein wenig Sicherheit, weil du kannst in einem Rennen nicht ins Ziel kommen und es ist danach kein totales Desaster, aber bisher lief es gut. Wir müssen einfach so weitermachen und versuchen, das Auto zu verbessern."

"Man würde lieber losfahren, wenn man dies tun kann, als zu warten."
Kimi Räikkönen

Frage: "Hast du dir bei deinem zweiten Boxenstopp Sorgen gemacht, als du zwei Sekunden langsamer warst als Felipe? Hattest du Angst, dass du die Führung verlieren kannst?"
Räikkönen: Daran denkst du immer, wenn du langsamer bist und die anderen Jungs mit voller Geschwindigkeit auf der Strecke fahren. Aber es wurde nur durch Verkehr verursacht, als mein Auto aufgetankt wurde, und ich musste da warten."

"Denn es waren dort zwei Autos, Lewis und ein BMW, gleichzeitig an der Box, ich musste aus diesem Grund einfach warten. Als sie losgefahren waren, konnte ich meine Box verlassen. Das kann man nicht sehen, aber das Team versucht mir immer zu sagen, was vor sich geht."

"Ich hatte einen ordentlichen Vorsprung, ich machte mir aus diesem Grund diesbezüglich nicht allzu große Sorgen. Aber man würde lieber losfahren, wenn man dies tun kann, als zu warten."

Frage: "Michael Schumacher war das ganze Wochenende hier gewesen. Wir groß war seine Hilfe für dich, das Rennen zu gewinnen, und während der Tests und bei den Besprechungen?"
Räikkönen: Ich habe ihn gestern zum ersten Mal gesehen, ich denke, dass er für das Team im Allgemeinen hilfreich ist. Während der Saison fuhr er ein paar Tests, aber ich erledige meine Arbeit zusammen mit den Ingenieuren, da ist er nicht involviert. Er ist Teil des Teams, er war immer da gewesen, wenn wir also Hilfe von ihm haben möchten, dann würde er helfen, da bin ich mir sicher."