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Piquet: "Es fehlt an allen Ecken und Enden"

12. April 2008 - 10:15 Uhr

Nelson Piquet jr. hat einen schwierigen Saisonstart erlebt und hofft auf eine baldige Steigerung der Formkurve

Nelson Piquet Jr.
Nelson Piquet jr. ist nicht zufrieden mit den Leistungen bei Renault
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Ähnlich wie Heikki Kovalainen im Vorjahr, so hat auch Nelson Piquet jr. seine Probleme mit dem Renault, der auch in der diesjährigen Ausgabe ein eher unruhiges Gefährt zu sein scheint. In Malaysia kam der Rookie damit als Elfter ins Ziel, ansonsten stehen zwei Ausfälle für den jungen Brasilianer zu Buche. Das hebt im Hause Renault natürlich nicht gerade die Stimmung, wollte man mit Fernando Alonso doch wieder Erfolge feiern.

"Es fehlt an allen Ecken und Enden - Motor, Chassis, Aerodynamik", analysierte Piquet, nicht ohne eine gewisse Portion Ärger. "Es liegt auch nicht daran, dass mir der Renault als Auto nicht schmeckt. Das ist keine Sache von Übersteuern oder Untersteuern. Das ließe sich mit einer simplen Abstimmungsarbeit lösen. Nein, der Wagen ist einfach generell zu wenig konkurrenzfähig."

"Es ist verlockend, über den Möglichkeiten des Autos zu fahren, aber das führt in eine Sackgasse", wird der Youngster von 'Motorsport aktuell' zitiert. "Immerhin gehört es zu meinen Aufgaben als Rennfahrer, das Limit des Fahrzeugs richtig einzuschätzen und den Wagen auf der Strecke zu halten." Und das erweist sich im Falle des R28 als nicht gerade einfache Aufgabe.

Teamchef Flavio Briatore zeigt allem Anschein nach Verständnis für sein neustes Pferd im Renault-Stall: "Wir haben in aller Ruhe geredet", sagte Piquet über seine Unterredung mit dem Teamchef. "Er hat gemeint, ich solle ruhig bleiben, die Dinge würden sich zum Besseren wenden. Einen Fahrer in die Pfanne zu hauen, macht den Wagen auch nicht schneller."

"Ich bin frustriert, nicht enttäuscht. Enttäuscht wäre ich, würde Alonso mir auf und davon fahren. Wenn ich aber sehe, wie es selbst ihm schwerfällt, in Bahrain in Q3 vorzustoßen und wie er vergeblich um WM-Punkte kämpft, dann wird meine Position auch verständlicher", meinte Piquet. "Das nimmt Druck von meinen Schultern, macht mich allerdings nicht zufriedener."

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