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Kubica: "Kontinuität ist der Schlüssel"

24. April 2008 - 22:24 Uhr

Robert Kubica sieht das BMW Sauber F1 Team zwar noch nicht an der Spitze, rechnet dich aber durch konstante Punkteränge WM-Chancen aus

Robert Kubica
Blick nach vorn: Robert kubica visiert nun den ersten Sieg an
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Ferrari ist am schnellsten, McLaren in Problemen und das BMW Sauber F1 Team sahnt die Punkte ab und geht in der Konstrukteurswertung nach vorne. Wer hätte das gedacht? Die Situation an der Formel-1-Spitze sorgt bislang in dieser Saison für viel Spannung und beste Unterhaltung. Die Grundlage dazu hat die deutsch-schweizerische Mannschaft im Winter gelegt, als man die Lücke zu den beiden Siegesabonnenten weitgehend schließen konnte.

Nachdem die erste Pole-Position durch Robert Kubica zur Realität wurde, will man sich auch den nächsten Traum schnell erfüllen. Ein Sieg soll her - noch im Laufe dieser Saison. "Von der reinen Geschwindigkeit her sind wir im Moment noch nicht siegfähig, aber wir waren vor allem in Bahrain schon recht nah dran", analysierte Kubica vor dem kommenden Grand Prix in Spanien am Wochenende.

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Konstanz als Trumpf

Man gehe nun als Führender der Konstrukteursmeisterschaft in das nächste Rennen, aber könne sich zurzeit nur vage Hoffnungen auf den Titel machen. "Wenn in jedem der nächsten Rennen mindestens einer der vier Spitzenfahrer in Probleme kommt und du selbst keine Probleme hast und konstant bist, dann ist das natürlich eine Chance", sagte der Pole, der seinem BMW Sauber F1 Team höchstes Engagement und große Motivation bescheinigte.

Robert Kubica
Der große Moment in Bahrain: Robert Kubica holt die erste Pole für das Team
© xpb.cc

Die Lücke nach vorn ist klein geworden, wenn nicht sogar schon ganz geschlossen. Fraglich bleibt jedoch, ob man im Team von Kubica und Nick Heidfeld das hohe Entwicklungstempo von Ferrari und McLaren-Mercedes mitgehen kann. "Man wird sehen. Im vergangenen Jahr haben wir den Abstand immer konstant halten können. Ausnahme waren die letzten drei Rennen. Das war aber normal, weil die beiden anderen um die WM gekämpft haben und wir uns schon auf das folgende Jahr konzentrierten."

"Ich glaube wir haben die richtigen Leute und auch die richtigen Voraussetzungen, um Schritt zu halten. In den Jahren 2006 und 2007 hatten wir jedenfalls ein ähnliches Entwicklungstempo und das stimmt mich zuversichtlich", formulierte Kubica seinen Optimismus. "Der Schlüssel liegt ganz sicher in der Regelmäßigkeit, in der man vorne mitfahren kann. Wenn du dann auch keine Rennen gewinnst, so kannst du doch ganz gute Dinge erreichen."

Erster Sieg nur eine Frage der Zeit?

Auch wenn Heidfeld aktuell zwei Zähler mehr auf seinem Konto hat, so war es häufig der Pole, der in dieser Saison im teaminternen Duell die Nase vorn hatte. "Im vergangenen Jahr hatten wir schon ein gutes Auto. Aber in diesem Jahr ohne die elektronischen Hilfen, habe ich schon beim ersten Test viel mehr daraus machen können. Es fällt mir jetzt leichter, alles aus dem Auto herauszuholen und ein gutes Setup zu finden."

"Es fällt mir jetzt leichter, alles aus dem Auto herauszuholen."
Robert Kubica

Der Wohlfühlfaktor im Auto spielt für Kubica eine entscheidende Rolle. Probleme bereitet beiden Fahrern im BMW Sauber F1 Team noch ein angeblicher Mangel des Topspeeds. Sowohl Heidfeld als auch Kubica hatten über fehlende Endgeschwindigkeit geklagt. "Ich kann leider nicht sagen, ob das nun besser geworden ist. Ich konnte in der vergangenen Woche einfach zu wenig fahren. Ich hatte nicht einen einzigen Run mit der 2008er Konfiguration. Also ich kann es nicht sagen."

Bleibt noch zu klären, wann es mit dem erlösenden ersten Sieg klappt. "Ich war erstmal entsetzt, als ich in Australien nicht die Pole-Position bekam, weil ich dachte, eine solche Chance würde so schnell nicht wiederkommen. Aber sie kam dann in Bahrain. Rein vom Speed her sind wir nicht so weit, aber wir arbeiten alle mit Hochdruck an diesem Ziel. Jederzeit kann es natürlich in einem verrückten Rennen wie zum Beispiel Fuji 2007 passieren."