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Kopfzerbrechen über neue Qualifyingregel

04. April 2008 - 12:04 Uhr

Im Qualifying soll eine neue Regel eingeführt werden, um Blockaden wie in Malaysia zu verhindern, aber das ist schwieriger als gedacht

Heikki Kovalainen
Heikki Kovalainen ist kein Befürworter der vorgeschlagenen 120-Prozent-Regel
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Seit Nick Heidfeld und Fernando Alonso im Qualifying in Malaysia auf eine ganze Reihe langsamerer Fahrzeuge, die sich auf ihrer benzinsparenden Auslaufrunde befanden, aufgehalten wurden, gibt es Überlegungen, wie man solche Situationen in Zukunft vermeiden könnte. Diesbezüglich wurde zunächst einmal eine 120-Prozent-Regel angedacht.

Heidfeld und Alonso waren ja mit 300 km/h auf ein Pulk aufgelaufen, das gerade mal mit 80 km/h um den Kurs bummelte, was abgesehen von der negativen Auswirkung auf die Rundenzeit auch sicherheitstechnisch gesehen ein enormes Risiko war. Mit einer Vorschrift, wonach jeder Fahrer auch für seine Auslaufrunden maximal 120 Prozent der Bestzeit benötigen darf, möchte man diese großen Geschwindigkeitsunterschiede eliminieren.

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An der Blockadeproblematik muss sich deswegen aber nichts ändern: "Dann haben wir das Problem, dass jemand auf einer schnellen Runde herankommt, aber du darfst ja nicht zu viel bremsen, um ihn vorbeizulassen, weil du sonst die 120 Prozent nicht mehr einhalten kannst", warf beispielsweise Malaysia-Sünder Heikki Kovalainen ein. "Es ist eine schwierige Situation, die wir da haben. Man muss jedenfalls immer in den Rückspiegel schauen."

Das habe er in Malaysia zu wenig getan, räumte der McLaren-Mercedes-Pilot reumütig ein, aber es habe am Boxenfunk auch "ein Missverständnis" mit dem Team gegeben. Und klar sei nun vor allem eines: "Nach dem, was mir in Malaysia mit der Strafe passiert ist, werde ich jetzt ganz genau darauf achten, dass ich niemandem mehr in die Quere komme!"

"Ich habe viel darüber nachgedacht - und irgendwie ist das auch keine Lösung."
Robert Kubica

Robert Kubica war ursprünglich auch ein Befürworter der 120-Prozent-Regel, "aber ich habe viel darüber nachgedacht - und irgendwie ist das auch keine Lösung. Wenn einer schnell unterwegs ist, kann der langsamere Fahrer noch immer genauso auf der Ideallinie sein, dann haben wir wieder das gleiche Problem. Für die Sicherheit wäre es aber schon eine Verbesserung, weil der Geschwindigkeitsunterschied geringer wäre", argumentierte der Pole.

Bisher wurde trotz der Vorfälle von Malaysia und der anschließenden Diskussionen lediglich das angesprochene "Bummelverbot" eingeführt. Das heißt, dass die Fahrer in ihren Auslaufrunden nicht mehr so langsam rollen dürfen wie bisher, und man kann sich sicher sein, dass sie nun immerhin auf schnell von hinten ankommende Autos sensibilisiert sind. Und auch in der Fahrerbesprechung wird das Thema sicher zur Sprache kommen.