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Heidfeld hadert mit der Balance

11. April 2008 - 11:05 Uhr

Für Nick Heidfeld ging es in Bahrain von Startplatz sechs auf Rang vier nach vorne - Im Rennen von Balanceproblemen geplagt

Nick Heidfeld; Heikki Kovalainen
Weiß-Blau vor Silber: In Bahrain war das BMW Sauber F1 Team zweite Kraft
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Wieder einmal zeigte Nick Heidfeld in Bahrain zwei sehenswerte Überholmanöver. So zog der Deutsche erst an Jarno Trulli vorbei und schnappte sich kurz darauf auch noch Heikki Kovalainen. Mehr als Platz vier war zwar nicht drin für den Mönchengladbacher, aber gemeinsam mit Teamkollege Robert Kubica eroberte er die WM-Führung für das BMW Sauber F1 Team.

"Es war ein ziemlich schwieriges Wochenende für mich, und Platz vier ist ein versöhnliches Ergebnis", erklärte Heidfeld auf seiner Homepage. "Die Fahrzeugbalance war mit neuen Reifen auf eine Runde einfach nicht so, wie ich sie gerne gehabt hätte. Wir werden zwar weiter versuchen herauszufinden, woran es lag, aber manchmal bleibt so etwas auch in der Formel 1 ein Mysterium."

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Schneller als McLaren-Mercedes in Bahrain

"Beim Start bin ich nicht gut weggekommen, da ist Jarno Trulli an mir vorbeigeschlüpft. Anfang der zweiten Runde habe ich ihn aber wieder überholt, das hat Spaß gemacht. Eine Runde später Heikki Kovalainen überholen zu können, war fast noch besser", freute sich Heidfeld. "Wir waren hier schneller als McLaren Mercedes. Nur die Ferrari waren uns heute überlegen, und selbst die waren keine Welten entfernt."

"Die Traktion war über das ganze Rennen nicht optimal."
Nick Heidfeld

"Die Traktion war über das ganze Rennen nicht optimal. Es war auch recht windig, aber das hat sich weniger negativ ausgewirkt, als ich befürchtete. Ich bin in den ersten beiden Stints die weicheren Option-Reifen gefahren. Der erste Satz hat zum Schluss recht stark abgebaut, der zweite war konstanter."

Ziel für Barcelona: Potenzial weiter ausschöpfen

"Ich bin jetzt Zweiter in der Fahrer-WM und wahnsinnig stolz auf unsere Führung in der Team-Wertung. Und ich bin mir ganz sicher, dass unsere Mannschaften in Hinwil und in München die Zeit bis zum Europaauftakt in Barcelona nutzen werden, um das Potenzial unseres Autos weiter zu erschließen", meinte der Deutsche, der sich nach eigenen Angaben bestens mit seinem polnischen Teamkollegen versteht.

"Wir sind eigentlich immer am Limit."
Nick Heidfeld

"Wir kommen prima miteinander aus, sowohl auf der Strecke als auch abseits davon bei Sponsorenterminen", sagte Heidfeld gegenüber 'sentanasports.com'. "Wir haben immer eine Menge Spaß zusammen, Robert ist ein netter Kerl." Und was mindestens ebenso wichtig ist: Beide Fahrer ziehen teamintern an einem Strang und bringen den Rennstall sukzessive nach vorne.

"Wir sind eigentlich immer am Limit", erläuterte Heidfeld. "Das ist es letztendlich, was dich auf der Strecke nach vorne bringt. Wenn ich mir die Daten anschaue, kann ich erkennen, dass Robert in einer Kurve viel schneller war und so daran arbeiten. Diese gute Beziehung hilft natürlich auch dem Team." Und davon lebt das BMW Sauber F1 Team derzeit nicht schlecht, betrachtet man sich die Tabelle der Konstrukteurswertung genauer.

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