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Heidfeld denkt noch nicht an den WM-Titel

25. April 2008 - 09:21 Uhr

Obwohl er momentan erster Verfolger von Weltmeister Kimi Räikkönen ist, denkt Nick Heidfeld noch nicht über den WM-Titel nach

Nick Heidfeld
Nick Heidfeld macht sich noch keine Gedanken über seine WM-Chancen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Zwei Punkte vor seinem Teamkollegen Robert Kubica sowie den beiden McLaren-Mercedes-Fahrern und drei Punkte hinter Kimi Räikkönen liegt Nick Heidfeld momentan an zweiter Stelle der Fahrer-WM. Trotzdem denkt er noch nicht über den Titel nach, denn ihm ist bewusst, dass das BMW Sauber F1 Team aus eigener Kraft derzeit keine Rennen gewinnen kann - eine Grundvoraussetzung.

"Jeder Formel-1-Fahrer strebt danach, einmal Weltmeister zu werden", wird Heidfeld von '20minuten.ch' zitiert. "Die ersten drei Grands Prix und die Testfahrten von vergangener Woche haben gezeigt, dass wir in diesem Jahr ein sehr gutes Auto haben. Die Ausgangslage ist also gut. Ich selbst habe den Speed und die Erfahrung und muss mich vor niemandem verstecken. Es wäre aber falsch, sich schon so früh in der Saison auf dieses Ziel zu versteifen."

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Kubica ist eine harte Nuss

"Natürlich hätte auch ich gerne die erste Pole-Position für das Team geholt."
Nick Heidfeld

Zunächst einmal muss die Zielsetzung also weiterhin lauten, das Beste aus den Möglichkeiten zu machen und hoffentlich zu profitieren, wenn vorne jemand patzt. Außerdem hat er in Kubica dieses Jahr einen neuen Gegner, denn der Pole schwebt spätestens seit seiner Pole-Position von Bahrain auf Wolke sieben und präsentiert sich in seiner dritten Formel-1-Saison stärker als je zuvor. Eine harte Nuss, die es da zu knacken gilt.

Neidisch ist "Quick Nick" nicht: "Natürlich hätte auch ich gerne die erste Pole-Position für das Team geholt", blickte er noch einmal auf Bahrain zurück, "aber wie gesagt hatte ich Probleme mit dem Auto. Es ist mir nicht gelungen, für eine schnelle Runde alles auf die Reihe zu bringen. Ich habe Robert den Erfolg gegönnt, denn seine Pole-Position hat uns allen bestätigt, dass wir mit dem Auto auf dem richtigen Weg sind."

Beide Fahrer ziehen an einem Strang

"Wenn er schneller ist als ich, dann rege ich mich innerlich schon auf."
Nick Heidfeld

"Wir arbeiten gut zusammen, um das Team nach vorne zu bringen. Wenn er aber schneller ist als ich, dann rege ich mich innerlich schon auf", gab Heidfeld offen zu. "Aber das ist eine normale Reaktion, die man bei allen Rennfahrern beobachten kann. Wichtig ist: Wir verstehen uns menschlich sehr gut. Auch neben der Strecke, wenn wir uns bei PR-Terminen begegnen. Da haben wir jeweils viel Spaß miteinander."

So, dass er sich zurücklehnen kann, sei es ohnehin noch nie gewesen, weil Kubica ein ernstzunehmender Gegner ist: "Es ist schon ein enger Kampf zwischen uns, wie schon letztes Jahr. Dass man in solchen Zweikämpfen auch mal ans persönliche Limit geht, ist ganz normal. Wenn ich mir die Telemetriedaten anschaue und sehe, dass er in einer Kurve ein wenig schneller ist als ich, überlege ich mir, wie ich es besser machen kann", so der 30-Jährige.

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