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Heidfeld-Interview: "Pech gehabt!"

27. April 2008 - 18:37 Uhr

Nick Heidfeld ärgert sich über sein Safety-Car-Pech beim Grand Prix von Spanien, nimmt aber auch Positives in die Türkei mit

Nick Heidfeld
Nick Heidfeld erlebte in Barcelona einen enttäuschenden Rennsonntag
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/Premiere) - Mit seiner unvermeidlichen Zehn-Sekunden-Strafe beim Grand Prix von Spanien war Nick Heidfeld eine der tragischen Figuren des heutigen Tages, denn anstelle eines sicheren fünften Platzes fuhr er so keinen einzigen WM-Punkt ein. Kein Wunder, dass der Mönchengladbacher enttäuscht war, obwohl er gegen Giancarlo Fisichella die Brechstange auspackte und außen in der ersten Kurve das Überholmanöver des Tages zeigte - wieder einmal...

Frage: "Nick, Platz neun in Barcelona - das war kein Wochenende zum Einrahmen, oder?"
Nick Heidfeld: "Nein, natürlich nicht. Das Rennen hat eigentlich ganz gut angefangen, ich habe zwei Positionen gutgemacht. Ich lag auf Position fünf und war einer der Letzten, die gestoppt haben. Das Pech war, dass das Safety-Car genau kam, als ich zum Boxenstopp musste. Wir haben versucht, den Boxenstopp noch hinauszuzögern, indem wir Sprit sparen, um keine Strafe zu kriegen, aber das ist sich nicht ausgegangen. Deshalb habe ich eine Zehn-Sekunden-Stop-&-Go-Penalty bekommen."

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Früher zweiter Stopp lohnte sich nicht

"Kurz nach dem Safety-Car kommst du da natürlich erst hinter dem Feld wieder raus."
Nick Heidfeld

"Kurz nach dem Safety-Car kommst du da natürlich erst hinter dem Feld wieder raus. Ich hing dann im Verkehr. Wir haben versucht, mich früher reinzuholen, damit ich meine eigene Pace fahren kann, und dann war ich hinter Giancarlo. Das Rennen war mit dem Pech mit dieser Safety-Car-Regel einfach vorbei."

Frage: "Was geht einem durch den Kopf, wenn man da an die Box kommen muss?"
Heidfeld: "Dinge, die ich hier wahrscheinlich besser nicht sage. Es war uns ja schon vorher klar, denn wir hatten zwar noch keine Nachricht über einen Penalty, aber es war offensichtlich, dass ich gerade bevor ich es durfte reingekommen bin. Die Wahl war aber entweder das oder auf der Strecke stehen zu bleiben. Da haben wir halt Pech gehabt."

Frage: "Wäre es eine Möglichkeit gewesen, den Stopp vorzuziehen und sofort nach dem Crash an die Box zu kommen?"
Heidfeld: "Ja, mit Sicherheit, aber ich habe genau das Signal bekommen, als ich an der Boxeneinfahrt vorbeigefahren bin. Zwei Sekunden früher, dann wäre ich reingefahren, aber es war halt ein bisschen zu spät."

Guter Topspeed von Fisichella

"Er hat aus der letzten Kurve raus einen Fehler gemacht."
Nick Heidfeld

Frage: "Am Ende lagst du hinter Giancarlo Fisichella. Wahrscheinlich ist es hier selbst mit einem überlegenen Auto schwierig, jemanden zu überholen, oder?"
Heidfeld: "Extrem schwierig, das wissen wir in Barcelona. Er hat aus der letzten Kurve raus einen Fehler gemacht. Sonst hatte er einen guten Speed auf der Geraden, dadurch war es schwierig, an ihm vorbeizukommen. Dadurch ist auch unsere Strategie nicht aufgegangen, mich zum zweiten Stopp ein bisschen früher reinzuholen, denn ich hing eine Weile hinter Giancarlo fest."

Frage: "Barcelona gilt als Referenzstrecke. Wo steht das BMW Sauber F1 Team nach zehn Rennen?"
Heidfeld: "Ich denke, bei Robert (Kubica; Anm. d. Red.) haben wir gesehen, dass er mit den McLarens gekämpft hat. Wenn ich das Pech mit dem Safety-Car nicht gehabt hätte, hätte ich eine gute Chance gehabt, auch Kovalainen zu schlagen. Es sieht ähnlich aus wie bei den letzten Rennen: Ferrari ein bisschen davor und dann wir auf einem ähnlichen Level wie McLaren."

Frage: "Gibt es etwas Positives, was du ins nächste Rennen mitnehmen kannst?"
Heidfeld: "Der Start war auf jeden Fall besser, ich habe zwei Positionen gewonnen. Unser Auto ist nicht schlecht. Das Problem war heute einfach das Pech mit dem Safety-Car."