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Grünes Licht für Aguri nach Verhandlungsmarathon

25. April 2008 - 16:11 Uhr

Zwar kann das Super Aguri-Team nun doch in Barcelona ins Rennen gehen, die generelle Rettung ist aber nach wie vor ungewiss

Aguri Suzuki
Aguri Suzuki hat eine lange und anstrengende Nacht hinter sich
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Vorerst ist alles super bei Aguri - die Autos sind da und die Räder rollen. Als der Japaner Takuma Sato und der Brite Anthony Davidson am Freitagmorgen in Barcelona kurz nach Beginn des Freien Trainings auf die Rennstrecke fuhren, hatte Formel-1-Rennstall Super Aguri wenigstens einen Etappensieg errungen.

Nach langen Verhandlungen und vielen Gesprächen nach Japan gab es doch noch "grünes Licht" für den Start beim Großen Preis von Spanien. Die generelle Rettung des finanziell schwer angeschlagenen Hinterbänkler-Teams ist aber weiter völlig ungewiss.

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"Wir haben bis halb drei Uhr in der Nacht verhandelt."
Aguri Suzuki

"Wir haben bis halb drei Uhr in der Nacht verhandelt", sagte Teamchef und -gründer Aguri Suzuki am Freitagmorgen vor dem Freien Training. Was den Fortbestand des Teams über das Wochenende hinaus angeht, verhandele man weiter mit den bisherigen Partnern, zitierte 'auto, motor und sport' den früheren Formel-1-Piloten.

Nach dem gescheiterten Einstieg der britischen Magma-Gruppe, die mit Geld von Finanzinvestoren aus Dubai einen nicht genau bezifferten Teil des Rennstalls übernehmen wollten, schien das Aus für Suzukis Truppe schon besiegelt zu sein.

Honda öffnet noch einmal die Schatulle

Sogar der Start in Barcelona stand bereits in den Sternen, da der japanische Automobilkonzern Honda, der Super Aguri mit Motoren, alten Chassis und technischer Unterstützung unter die Arme greift, andeutete, seine Hilfe kurzfristig einzustellen. Jetzt ließ man sich offenbar noch ein weiteres Mal vertrösten.

Honda hatte in der Hoffnung auf den vereinbarten Deal mit Magma, den unter anderem Honda-Teamdirektor Nick Fry mit eingefädelt hatte, Super Aguri bereits den Start in die Saison ermöglicht. Doch der Rückzug der arabischen Geldgeber ließ die Planungen platzen.

Kommt die Rettung vielleicht sogar aus Deutschland?

Noch am Donnerstag hatte Super Aguri auf die laufenden Gespräche verwiesen und um Geduld gebeten, da in den vergangenen Tagen offenbar wieder Bewegung in die Gespräche gekommen war. Angeblich waren die Dubai-Investoren möglicherweise doch noch zu einem Einstieg bereit, dazu wurden Kontakte zu früheren Interessenten, darunter angeblich auch mehrere nicht genannte aus Deutschland, wieder aufgefrischt.

Seit der Gründung Ende 2005 als Honda-Zweitteam und "Auffangbecken" für den beim Honda-Vorgängerteam BAR ausgemusterten Sato, lebte Super Aguri am Existenzminimum der Formel 1.

Beachtete und geachtete Leistungen

Dennoch feierte das Team einige kleine Achtungserfolge. So holte der Rennstall 2007 vier WM-Punkte, gerade mal zwei weniger als Honda mit einem Vielfachen der finanziellen Möglichkeiten. Das zweite "Hinterbänkler"-Team Spyker (mit Adrian Sutil/1 WM-Punkt) wurde abgehängt. In dieser Saison fuhren Sato und Davidson auch wegen kaum absolvierter Wintertests bislang deutlich dem Feld hinterher. Platz 15 von Davidson in Malaysia war das bislang beste Ergebnis.