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Formel 1 als Ziel von Terroristen?
Der Grand Prix in Australien soll 2006 Ziel mutmaßlicher Terroristen gewesen sein - Zwölfköpfige Islamisten-Gruppe vor Gericht

(Motorsport-Total.com) - Es war der 2. April 2006: Fernando Alonso feierte am Sonntagabend im dritten Saisonrennen seinen zweiten Sieg, bei Renault ließ man die Sektkorken knallen, weil man zu Saisonbeginn einen Erfolgs-Hattrick geschafft hatte. Nach einem Bericht von 'grandprix.com' waren diese Feierlichkeiten sowie die gesamte Austragung des Rennens jedoch in akuter Gefahr. In Melbourne war angeblich für den Tag des Formel-1-Rennens ein Anschlag einer islamistischen Gruppe geplant.
Nach Angaben aus Australien wollten der Islamistenführer Abdul Nacer Benbrika und elf seiner Gefolgsleute an diesem Apriltag eine Bombe in einem Casino direkt an der Strecke zünden. Die Gruppe sei jedoch rechtzeitig - angeblich schon im November 2005 - von den australischen Sicherheitsbehörden in Haft genommen worden.

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Im vergangenen Februar wurden im Rahmen des Prozessauftakts neue Details zu der geplanten Aktion bekannt. So hatten die australische Polizei und Agenten des Geheimdienstes die Terrorgruppe rund 16 Monate lang beobachtet. 500 Telefonate wurden heimlich aufgezeichnet und anschließend ausgewertet. Außerdem wurden die mutmaßlichen Bombenleger mit modernster Technik auch bei ihren konspirativen Treffen abgehört.
Ursprünglich wollten die Islamisten ihre Bombe im Fußballstadion von Melbourne platzieren und am Tag des hiesigen Meisterschaftsfinales zünden. Aufgrund erhöhter Sicherheitsvorkehrungen sei man dann aber auf das Casino ausgewichen. Die Terroristen wollten mit dem geplanten Attentat angeblich den Rückzug australischer Militärtruppen aus dem Irak erzwingen. Seit die Terrorgefahr weltweit gestiegen ist, setzt die FIA bei allen Rennen einen Delegierten ein, der vor Austragung eines Grand Prix die Sicherheitslage checkt, berichtet 'grandprix.com'.









