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Fahrer besorgt über Verbot der Reifenwärmer

15. April 2008 - 12:36 Uhr

Das für 2009 geplante Reifenreglement sorgt bei den Fahrern weiterhin für Sorge - Nick Heidfeld: "Das hat nichts mit Rennsport zu tun"

Heizdecken
Das geplante Verbot der Heizdecken sorgt bei den Fahrern für Unmut
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach dem Wintertest in Jerez haben die Formel-1-Teams derzeit in Barcelona zum zweiten Mal Gelegenheit, die 2009er-Bridgestone-Slicks auszuprobieren. Damit einher geht auch ein Verbot der Reifenwärmer, das die FIA aus Kostengründen nächstes Jahr einführen möchte. Die Fahrer können sich damit aber nicht anfreunden.

Das große Problem: Gehen die Fahrer mit nicht aufgewärmten Reifen auf die Strecke, dann benötigen sie erst einmal ein paar Runden, um ihre Pneus auf Temperatur zu bekommen. Bis dahin ist viel weniger Grip vorhanden. Das ist insofern problematisch, als gerade die Runden vor und nach einem Boxenstopp in einer Rennsituation entscheidend sein können und daher dazu verleiten, besonders viel zu riskieren.

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Rosberg macht sich Sorgen

"Pedro de la Rosa hat mir gesagt, dass er beim Rausfahren aus der Box um ein Haar geradeaus in die Mauer gefahren wäre, weil es mit den kalten Pneus auf den ersten Metern einfach nur geradeaus ging. Null Grip", beklagte sich zum Beispiel Nico Rosberg gegenüber 'Motorsport aktuell'. Dabei hat Bridgestone seit dem Jerez-Test intensiv an den Slicks gearbeitet und nach Barcelona auch schon drei neue Gummimischungen gebracht, um das Problem zu kurieren.

Pedro de la Rosa, der gestern auch von der Aerodynamik her einen 2009er-Test absolvierte, urteilte, es sei "immer noch schwierig, aber schon besser, denn Bridgestone hat eine Mischung entwickelt, die bei niedrigeren Temperaturen funktioniert. Die erste Runde ist aber sehr langsam - und das ist die Gefahr", wird der McLaren-Mercedes-Fahrer von 'autosport.com' zitiert. Wenn beim Rausfahren aus der Box jemand mit Rennspeed angeschossen kommt, fühle man sich "wie eine bewegliche Schikane".

GPDA will das Thema ansprechen

Bridgestone-Slicks
Die Slicks sind wieder da, Bridgestone muss aber noch daran arbeiten
© xpb.cc

Nun soll das Thema seitens der Fahrergewerkschaft GPDA an die FIA herangetragen werden, um das Verbot der Reifenwärmer doch noch einmal zu überdenken: "Ich habe den Eindruck, dass dieses Problem gar nicht so ernst genommen wird", beschwerte sich Nick Heidfeld. "Für uns Fahrer ist das dramatisch. Das ist bei der GDPA ein heißes Thema, weil das nichts mit Rennsport zu tun hat, wenn man vier Runden braucht, um einen Pneu auf Temperatur zu bringen."

Bei allen Bedenken sollte aber auch erwähnt werden, dass die Slicks auf viel Gegenliebe stoßen, sobald sie einmal eingefahren sind. Felipe Massa war gestern beispielsweise um dreieinhalb Sekunden schneller als mit gerillten Pneus. Rosberg: "Du kannst richtig aggressiv fahren. Du hast viel mehr Haftung, du kannst auch mal übers Limit gehen und doch schnell sein", gab der Williams-Pilot zu Protokoll.