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Einstiges Silberpfeil-Traumpaar unter Druck

24. April 2008 - 14:12 Uhr

Lewis Hamilton steht vor dem Spanien-Grand-Prix genauso unter Druck wie sein ehemaliger Teamkollege Fernando Alonso

Lewis Hamilton und Fernando Alonso
Ein Bild aus erfolgreicheren Tagen: Lewis Hamilton und Fernando Alonso
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Wunderkind Lewis Hamilton macht Fehler, der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso fährt hinterher: Das einstige Silberpfeil-Traumpaar steht vor dem vierten Rennen der Formel-1-Saison 2008 in Barcelona mächtig unter Druck. McLaren-Mercedes-Pilot Hamilton wird nach dem schwachen Auftritt in Bahrain sogar von der englischen Presse verspottet, Alonso versinkt bei seiner Rückkehr zu Renault im Mittelmaß.

"Es war klar, dass es bei einem Fehler gerade bei Lewis Kritik geben würde, denn er wurde 2007 dank seiner überragenden Leistungen extrem hochgelobt", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. "Diese Kritik gab es jetzt, und Lewis akzeptiert diese auch."

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Hamilton will sich rehabilitieren

Nachdem er sich beim Team noch in Bahrain entschuldigt hatte, will sich der Vizeweltmeister in Barcelona rehabilitieren und das Bild vom "Boxer, der auf allen Vieren durch den Ring krabbelt und seinen Mundschutz sucht" ('Daily Telegraph') korrigieren.

Für Alonso ist die Problemlösung nicht so einfach. Bei Renault geben führende Kräfte bereits zu, dass das neue Auto zu langsam ist und man nicht genau weiß, woran es liegt. "Nach den ersten drei Rennen war klar, dass wir nicht auf dem Niveau sind wie die drei Topteams", meinte Alonso, der die Ergebnisse des Barcelona-Tests zumindest höflich als "ermutigend" bezeichnet.

Kein Wunder, dass es wieder Spekulationen um die Zukunft des Spaniers gibt. Alonso, der mit einem "siegfähigen Auto" gerne weiter für Renault fahren würde, hat offenbar eine Klausel im Vertrag, die ihm einen Abschied schon Ende 2008 ermöglichen würde, wenn die Franzosen nicht gut genug sind.

Schnell wurde vermutet, dass der Champion von 2005 und 2006 bei Ferrari den Brasilianer Felipe Massa ablösen könnte. Doch Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo erteilte solchen Gedankenspielen schnell eine deutliche Absage: "Ich sehe keine Möglichkeit für Alonso. Eine Fahrerpaarung Kimi Räikkönen und Alonso würde bedeuten, sich selbst schaden zu wollen. Ich will zwei gleichwertige Piloten, die zusammenarbeiten."

Schmusekurs zwischen den einstigen Feinden

Vor seinem Heimspiel fährt Alonso plötzlich mit dem einstigen Intimfeind Hamilton auf Schmusekurs. Es hätte keine Feindschaft gegeben, sagt der Spanier jetzt: "Diese Geschichte ist erfunden worden, es gab nie ein Problem."

Möglicherweise will er mit diesen Aussagen Hamilton auch ein wenig aus der Schusslinie der spanischen Fans nehmen, die den dunkelhäutigen Briten bei Testfahrten in Barcelona Anfang Februar übel rassistisch beschimpft hatten. Die FIA hatte Spanien danach sogar mit dem Verlust seiner Rennen in Barcelona und Valencia gedroht, falls sich solche Aktionen wiederholen würden.

Allerdings hat durch Alonsos schwachen Saisonstart auch das Interesse der Iberer an der Formel 1 ein wenig nachgelassen. Das Premierenrennen auf dem Stadtkurs in Valencia am 24. August ist zwar ausverkauft, für den Grand Prix am Sonntag in Barcelona gab es in dieser Woche aber noch rund 20.000 Tickets. Die Veranstalter rechnen lediglich noch mit 125.000 Zuschauern, nachdem im vorigen Jahr 140.700 Fans den Circuit de Catalunya gesäumt hatten.

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